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Tödlicher Zwischenfall vor dem Kapitol

Gebäude zeitweise abgeriegelt  

Schüsse vor dem Kapitol

03.10.2013, 23:52 Uhr | rtr, dpa, AP, AFP

Tödlicher Zwischenfall vor dem Kapitol . Nach Berichten über Schüsse vor dem Kapitol in Washington bringen sich Passanten in Sicherheit (Quelle: dpa)

Nach Berichten über Schüsse vor dem Kapitol in Washington bringen sich Passanten in Sicherheit (Quelle: dpa)

Am Kapitol in Washington ist es zu einem tödlichen Zwischenfall gekommen. Eine Autofahrerin habe zunächst eine Straßenabsperrung vor dem Weißen Haus zu rammen versucht, teilten Augenzeugen und Behördenvertreter mit. Daraufhin sei es zu einer wilden Verfolgungsjagd gekommen, die vor dem Kapitol in einer Schießerei gemündet sei. Dabei wurde die Frau getötet, wie der Kongressabgeordnete Michael McCaul sagte. Sie sei offenbar nicht bewaffnet gewesen. Der gesamte Komplex wurde für eine Stunde abgeriegelt, beide Parlamentskammern stellten umgehend ihre Arbeit ein. Im TV wurden Bilder eines verletzten Polizisten auf einer Trage gezeigt.

Zuvor hieß es, die Verdächtige sei festgenommen worden. Der im Senat für Sicherheit zuständige Terrance Gainer sagte, die Frau habe ein Kind bei sich gehabt. Diesem gehe es offenbar gut, es sei in ein Krankenhaus gebracht worden.

Verfolgungsjagd begann am Weißen Haus

Augenzeugen berichteten von 20 Polizeiwagen, die das aufs Kapitol zurasende Auto verfolgt hätten. Auf Twitter verbreitete Bilder zeigten ein offenbar durch einen Unfall beschädigtes Polizeiauto. Beide Gebäude befinden sich im Herzen Washingtons und sind gut zwei Kilometer voneinander entfernt. 

Nach Polizeiangaben sind die Straßen rund um das Kongressgebäude abgesperrt. Auch um das Weiße Haus gebe es verschärfte Sicherheitsmaßnahmen, hieß es. Die Abriegelung des Kapitols wurde nach kurzer Zeit wieder aufgehoben.

Keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund

"Dies scheint ein isolierter Zwischenfall zu sein", sagte Kim Dine, Leiter der Polizeieinheit des Kapitols auf einer Pressekonferenz. Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund gebe es nicht. Sowohl am Weißen Haus als auch am Kongressgebäude sei die Lage "unter Kontrolle", sagte Dine.

CNN meldete, die Polizei habe Politiker und Mitarbeiter zeitweise aufgefordert, das Gebäude nicht zu verlassen. Sie sollten auch nicht in die Nähe von Fenstern gehen.

Erst vor zweieinhalb Wochen wurde die US-Hauptstadt Schauplatz einer blutigen Schießerei. Der 34 Jahre alte Aaron Alexis hatte in einem Kommandozentrum der Marine das Feuer eröffnet und zwölf Menschen getötet. Er wurde dann selbst von Sicherheitskräften erschossen.

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