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Neuer Fall von Kindesentführung in Griechenland: Drei Roma wurden festgenommen

Erneut Kindesentführung  

Drei Roma in Griechenland festgenommen

23.10.2013, 19:20 Uhr | dpa

Wegen eines neuen Falls von Kindesentführung hat die griechische Polizei auf der Ägäis-Insel Lesbos drei Personen festgenommen. Es geht um eine 51-Jährige, ihren 21 Jahre alten Sohn und eine 19-jährige Frau, berichtete die Nachrichtenagentur ANA-MPA.

Im griechischen Rundfunk hieß es unter Berufung auf die Polizei, die Roma hätten vor einigen Tagen versucht, einen zweieinhalb Monate alten Jungen beim Standesamt der Inselhauptstadt Mytilini anzumelden. Dabei konnten sie aber nicht die richtigen Papiere vorlegen und erklärten, das Kind von anderen Roma vor einem Athener Krankenhaus übernommen zu haben.

Neue Spekulationen um Maria

Zuvor hatten griechische Medien berichtet, griechische und bulgarische Sicherheitsbehörden suchten in der südwestbulgarischen Grenzstadt Sandanski nach dem leiblichen Vater der kleinen Maria. Bulgarische Behörden wollten die Information jedoch zunächst nicht bestätigen, wie ANA-MPA berichtete.

Das Mädchen war am vergangenen Donnerstag in einer Roma-Siedlung im mittelgriechischen Farsala bei einer fremden Roma-Familie gefunden und offenbar von niemandem vermisst worden.

Nur ein trauriges Beispiel?

Das Ehepaar, bei dem Maria lebte, wurde am Montag unter dem Vorwurf der Kindesentführung in Untersuchungshaft genommen. Vor dem Haftrichter hatten die beiden ausgesagt, ein Paar aus Bulgarien habe ihnen das Kind anvertraut, weil es nicht in der Lage gewesen sei, das Mädchen großzuziehen.

Marias Schicksal veranlasste die Behörden, ihre Kontrollen zu verstärken. Griechenland steht seit längerem wegen seinen Adoptions- und Melderegeln in der Kritik.

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