Sie sind hier: Home > Panorama > Kriminalität >

Türkisches Flugzeug sollte nach Sotschi entführt werden

Bombendrohung  

Türkisches Flugzeug sollte nach Sotschi entführt werden

07.02.2014, 21:46 Uhr | t-online.de, AP, AFP, dpa

Türkisches Flugzeug sollte nach Sotschi entführt werden. Entführungsversuch gescheitert: Die in der Ukraine gestartete türkische Linienmaschine wurde von einem Kampfjet zur Landung gezwungen (Quelle: dpa)

Entführungsversuch gescheitert: Die in der Ukraine gestartete türkische Linienmaschine wurde von einem Kampfjet zur Landung gezwungen (Quelle: dpa)

Während der Eröffnung der Olympischen Winterspiele in Sotschi ist der Entführungsversuch einer türkischen Linienmaschine fehlgeschlagen: Die in der Ukraine gestartete Maschine wurde am Abend von einem türkischen Kampfjet zur Landung in Istanbul gezwungen.

Ein Regierungsvertreter bestätigte, ein ukrainischer Passagier habe gedroht, eine Bombe zu zünden, sollte die Maschine nicht Kurs auf Sotschi nehmen. Er wurde in Istanbul überwältigt und am Abend vernommen.

Der Verdächtige gab laut Medienberichten an, an Bord des Flugzeugs mit 110 Passagieren sei eine Bombe und er habe den Zünder. Demnach soll er versucht haben, sich Zugang zum Cockpit zu verschaffen, doch der Pilot löste Alarm aus. Der Entführungsversuch habe noch außerhalb des türkischen Luftraums begonnen.

Kampfjet erzwingt Landung

Nach der Auslösung des Alarms startete ein F-16-Kampfjet und zwang die Maschine zur Landung auf dem Sabiha-Gökcen-Flughafen der türkischen Millionenmetropole Istanbul. Dort hätte sie laut Flugplan ohnehin landen sollen. Die Passagiermaschine wurde anschließend in einen Sicherheitsbereich der Airports gelenkt. Der Betrieb des Flughafens wurde am Abend nach einer Unterbrechung fortgesetzt.

Die russische Nachrichtenagentur Interfax berichtete unter Berufung auf den ukrainischen Sicherheitsdienst, dass sich der mutmaßliche Entführer in einem betrunkenen Zustand befinde. Er sei ruhig gestellt worden. Zudem seien keine Waffen oder Sprengsätze an seinem Körper gefunden worden, hieß es.

Anti-Terror-Einheiten eingesetzt

Laut den Medienberichten durchsuchten Anti-Terror-Einheiten sämtliche Passagiere nach Sprengstoff. "Ich habe die Bestätigung erhalten, dass es allen an Bord gut geht", sagte ein Vertreter einer türkischen Pilotenvereinigung.

Wie ein Sprecher des türkischen Verkehrsministeriums dem Sender NTV sagte, hatten die Behörden versucht, den verdächtigen Passagier zur Aufgabe zu überreden. "Dem Mann wurde versichert, das Flugzeug befinde sich auf dem Weg nach Sotschi", sagte der Staatssekretär des Verkehrsministeriums, Habib Soluk.

Entführer zur Aufgabe überredet?

Der Sender TRT berichtete, Behördenvertreter hätten den mutmaßlichen Entführer zur Aufgabe überreden können. Er befinde sich nun in Polizeigewahrsam.

Die Spiele in Sotschi finden unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt. Islamistische Rebellen im Nordkaukasus haben gedroht, während des Sportereignisses, das die größte internationale Veranstaltung in Russland seit dem Ende der Sowjetunion 1991 ist, Anschläge zu verüben.

Janukowitsch in Sotschi

Die Drohung erhielt zusätzliche Dringlichkeit, als Ende Dezember in der Stadt Wolgograd nordöstlich von Sotschi zwei Bomben am Bahnhof und in einem Bus explodierten. Bei den Anschlägen wurden 34 Menschen getötet.

In der Ukraine gibt es seit Monaten teils gewaltsame Proteste gegen Präsident Viktor Janukowitsch, der sich am Abend ebenso wie zahlreiche weitere Staatsführer zur Eröffnungsfeier in Sotschi befand.

Zu diesem Artikel können keine Kommentare abgegeben werden.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Klingelbonprix.deOTTOCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Magenta TV
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Magenta Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2019