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USA: 84-jährige Nonne Megan Rice muss nach Anti-Atomprotest ins Gefängnis

Wegen Anti-Atomprotest  

Drei Jahre Haft für 84-jährige US-Nonne

19.02.2014, 16:22 Uhr | AP, dpa

USA: 84-jährige Nonne Megan Rice muss nach Anti-Atomprotest ins Gefängnis. Die katholische Nonne Megan Rice hat sich eine lebenslange Haftstrafe gewünscht. (Quelle: dpa)

Die katholische Nonne Megan Rice hat sich eine lebenslange Haftstrafe gewünscht. (Quelle: dpa)

Für ihren Anti-Atomprotest muss eine 84 Jahre alte katholische Nonne in den USA fast drei Jahre ins Gefängnis. Die Frau war 2012 mit zwei anderen Friedensaktivisten auf das Gelände einer wichtigen US-Atomanlage in Oak Ridge (Tennessee) eingedrungen.

Die Atomanlage Y-12 gilt als Amerikas bedeutendste Lagerstätte für waffenfähiges hochangereichertes Uran. Laut Anklage schnitten sich die drei Aktivisten den Weg durch drei Zäune, warfen mit Menschenblut gefüllte Babyflaschen gegen die Mauern des Lagerhauses, besprühten sie mit Friedensbotschaften und brachen mit Hämmern ein paar Steine los. Dann ließen sie sich widerstandslos festnehmen.

Ein Gericht verurteilte Megan Rice nun zu 35 Monaten und ihre Komplizen zu jeweils fünf Jahren und zwei Monaten Gefängnis. Die drei sind seit vergangenem Mai in Haft, als sie wegen "versuchter Verletzung der nationalen Verteidigung" und Schädigung staatlichen Eigentums schuldig gesprochen wurden.

Rice selbst hatte den Richter sogar gebeten, sie zu einer lebenslangen Haftstrafe zu verurteilen, obwohl laut Gesetz als Höchststrafe rund sechs Jahre vorgesehen waren. "Bitte habt keine Milde mit mir", hatte sie gesagt. "Den Rest meines Lebens hinter Gittern zu verbringen, ist das größte Geschenk, was ihr mir machen könnt."

Laut Behörden keine Gefahr

Zu keinem Zeitpunkt hatte nach Aussage der Behörden die Gefahr bestanden, dass die Aktivisten zu dem Uran vordringen können. Trotzdem hatte der Vorfall Bedenken aufgeworfen, wie es um die Sicherheit in der Fabrik bestellt ist. Einige Behördenvertreter hatten die drei Angeklagten sogar gelobt, weil sie die verheerenden Sicherheitsmängel aufgedeckt hätten.

Bezirksrichter Amul Thapar hatte zudem bezweifelt, dass bei der Aktion tatsächlich ein Schaden entstanden sei. Zugleich hatte er aber auch die Angeklagten kritisiert, weil sie keine Reue gezeigt hätten. Das schlug sich dann letztlich in den relativ harten Urteilen nieder.

Menschen aus aller Welt setzten sich in Briefen an den Richter für Milde ein. Ende Januar wurden die Nonne und die zwei weiteren Aktivisten im Alter von 64 und 58 Jahren bereits zur Zahlung von 53.000 Dollar (39.000 Euro) Schadensersatz verurteilt.

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