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Flughafen München: Mann bedroht Stewardess in Lufthansa-Flieger

Mann bedroht Stewardess  

Spezialkräfte evakuieren Lufthansa-Maschine

01.04.2014, 16:52 Uhr | t-online.de , rtr , AFP , dpa

Flughafen München: Mann bedroht Stewardess in Lufthansa-Flieger. Lufthansa-Flugzeuge auf dem Flughafen in München (Quelle: dpa)

Lufthansa-Flugzeuge auf dem Flughafen in München (Quelle: dpa)

Ein illegaler Einwanderer hat in einem Flugzeug der Lufthansa mit 82 Menschen an Bord eine Stewardess bedroht und leicht verletzt. Wie die Polizei weiter mitteilte, musste der Jet, der am Vormittag von München auf dem Weg nach Budapest war, kurz nach dem Start umkehren und wieder auf dem Flughafen landen.

Die Polizei sprach von einer "Bedrohungslage". Die Maschine sei evakuiert worden. Drei Flugbegleiterinnen wurden verletzt. Eine erlitt eine Schnittwunde an der Hand, eine zweite Prellungen, eine dritte einen Schock.

Die weiteren Mitglieder der insgesamt sechsköpfigen Besatzung und die 76 Passagiere blieben laut Polizei unverletzt, manche hätten aber einen Schrecken davon getragen.

Täter über Abschiebung verärgert

Bei dem Täter handelt es sich laut Polizei um einen 28-jährigen Kosovaren, der illegal eingereist und aus Deutschland ausgewiesen wurde. Der Mann befindet sich in einem Asylverfahren in Ungarn und war illegal nach Deutschland eingereist.

Die vergangenen vier Wochen hatte er in Passau in Abschiebehaft verbracht. Beamte der Bundespolizei hätten ihn zum Flugzeug begleitet, aber keine Veranlassung gesehen, mit einzusteigen, sagte der Polizeisprecher.

Kurz nach dem Start habe der 28-Jährige seinem Ärger über die Abschiebung Luft gemacht und die Stewardess mit einem selbst hergestellten "Schnittwerkzeug" bedroht, sagte der Polizeisprecher. Nachdem der Pilot der Maschine von der Bedrohung erfahren habe, habe er sich zur Umkehr entschlossen.

Zweiminütiges Gespräch

Polizisten der Flughafenwache hätten direkt nach der Landung das Flugzeug geräumt. Dies sei geordnet und ohne Schwierigkeiten abgelaufen, es seien nur der Bedroher und die Stewardess an Bord geblieben. Der 28-Jährige habe dann nach einem zweiminütigen Gespräch mit den Polizisten ohne Widerstand aufgegeben und sei ohne Gewaltanwendung festgenommen worden.

Im Zuge des gesamten Zwischenfalls habe der Mann keinerlei Forderungen gestellt. Es müsse nun juristisch geprüft werden, wie der Fall eingeordnet werde, ob es sich etwa um eine Geiselnahme handle.

Nicht in Toilette verschanzt

Der Polizeisprecher widersprach Medienberichten, wonach sich der Passagier mit der Stewardess in der Flugzeug-Toilette verschanzt habe. Das Geschehen habe sich in der Flugzeugkabine abgespielt.

Die Polizei dementierte ebenso Berichte, wonach es eine Erstürmung des Flugzeugs gegeben habe.

Die Passagiere sollten auf andere Maschinen umgebucht werden und im Laufe des Tages wie geplant nach Budapest fliegen. Am Nachmittag zeigte die Online-Abflugtafel des Flughafens folgende Anzeige: Linienflug LH 1676 um 11.10 Uhr nach Budapest: "annulliert".

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