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Mörder des deutschen Weltumseglers in Polynesien verurteilt

28 Jahre Haft  

Mörder des deutschen Weltumseglers in Polynesien verurteilt

17.05.2014, 21:07 Uhr | AFP

Mörder des deutschen Weltumseglers in Polynesien verurteilt. Stefan R. und Heike D. am Strand auf der Isla Tortuga in Venezuela (undatierte Aufnahme). Sie hat die Horror-Erlebnisse in dem Buch "Blauwasserleben" (2012) festgehalten und verarbeitet.   (Quelle: Piper-Verlag/Inga Schladetzky)

Stefan R. und Heike D. am Strand auf der Isla Tortuga in Venezuela (undatierte Aufnahme). Sie hat die Horror-Erlebnisse in dem Buch "Blauwasserleben" (2012) festgehalten und verarbeitet. (Quelle: Piper-Verlag/Inga Schladetzky)

Ein Gericht in Papeete auf Tahiti, der Hauptstadt des französischen Überseegebietes Französisch-Polynesien, hat einen 33-jährigen einheimischen Jäger wegen der grausamen Ermordung des deutschen Weltumseglers Stefan R. sowie der sexuellen Belästigung und Freiheitsberaubung von dessen Freundin Heike D. zu 28 Jahren Haft verurteilt. Das Gericht legte in seinem Urteil fest, dass Arihano Haiti nicht vor Ablauf von 18 Jahren freigelassen werden darf.

Der Mordfall hatte im Oktober 2011 auch deshalb Aufsehen erregt, weil der Verdacht des Kannibalismus aufkam. Dieser bestätigte sich aber im Laufe der Ermittlungen nicht.

Weltumseglung mit tödlichem Ausgang

Der Der Unternehmensberater aus dem Ort Haselau in Schleswig-Holstein und seine Freundin, die 2008 auf seinem 14 Meter langen Katamaran "Baju" zu einer Weltumsegelung gestartet waren, hatten einen Zwischenstopp auf der Insel Nuku Hiva eingelegt, die zu den Marquesas-Inseln im Pazifik gehört.

Nach Angaben der Freundin war der 40-Jährige auf Einladung des Jägers von den Marquesainseln, der zum Ziegen jagen unterwegs war, zu einer Bergtour aufgebrochen.

Verdacht des Kannibalismus nicht bestätigt

Nach einer Weile sei der Jäger allein zurückgekehrt und habe berichtet, ihr Freund sei verletzt und brauche Hilfe, sagte Heike D. aus. Sie sei mitgekommen, doch plötzlich habe Haiti sie mit einer Waffe bedroht, sexuell belästigt und an einen Baum gebunden.

Die gebürtige Würzbürgerin konnte sich jedoch befreien, fliehen und alarmierte die Behörden. Diese fanden schließlich eine frische Feuerstelle mit menschlichen Knochenresten, Zähnen und Kleidung.

Verurteilte zeigt keine Reue

Bei der Urteilsverkündung äußerte der Verurteilte Haiti den Eltern des Opfers gegenüber Bedauern, für seine Tat zeigte er allerdings keine Reue. Die Familie des Täters reagierte erleichtert. "Gott hat mein Gebet erhört. Mein Sohn wird nicht sein gesamtes Leben im Gefängnis verbringen", sagte sein Vater unter Tränen.

Der Anwalt der Hinterbliebenen von Stefan R. zeigte sich mit dem Urteilsspruch zufrieden. Der Anwalt des Verurteilten sagte, er werde seinem Mandanten von einer Berufung "abraten". Er wertete es als Erfolg, dass dieser nicht zu lebenslanger Haft verurteilt wurde.

Arihano Haiti wurde in die Haftanstalt Nuutania gebracht, die zu den überfülltesten und baufälligsten Gefängnissen Frankreichs zählt.

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