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Früherer Erzbischof sammelte offenbar Kinderpornos

Tausende Dateien gefunden  

Früherer Erzbischof sammelte offenbar Kinderpornos

26.09.2014, 18:23 Uhr | t-online.de, dpa

Früherer Erzbischof sammelte offenbar Kinderpornos. Als erster hochrangiger katholischer Geistlicher wegen der Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs vor Gericht: Josef Wesolowski. (Quelle: Reuters)

Als erster hochrangiger katholischer Geistlicher wegen der Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs vor Gericht: Josef Wesolowski. (Quelle: Reuters)

Neue, schwere Vorwürfe gegen den früheren Erzbischof Josef Wesolowski. Der katholische Geistliche soll mehr als hunderttausend Kinderporno-Dateien gespeichert haben, berichtet die italienische Zeitung "Corriere della Sera".

Die zahllosen Videos und Fotos von Jungs zwischen 13 und 17 Jahren seien auf einem Computer des Vatikans sowie einem privaten Laptop in der Dominikanischen Republik versteckt gewesen, heißt es in dem Bericht.

Im Juni aus dem Klerus ausgeschlossen

Nur zwei Tage zuvor war bekannt geworden, dass Wesolowski als erster hochrangiger katholischer Geistlicher wegen Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs vor Gericht kommt. Der ehemalige Papst-Botschafter in der Dominikanischen Republik wurde unter Hausarrest gestellt.

Der frühere polnische Erzbischof, der schon im Juni aus dem Klerus ausgeschlossen worden war, soll im Karibikstaat sieben Kinder sexuell missbraucht haben. Papst Franziskus hatte die Weltkirche zu einem energischen Vorgehen gegen sexuellen Missbrauch durch katholische Geistliche aufgerufen. Das Verfahren gegen den 66-jährigen Wesolowski erfolge auf ausdrücklichen Wunsch des Papstes, betonte Vatikan-Sprecher Federico Lombardi.

Ermittlungsverfahren in der Dominikanischen Republik

Wesolowski war von der vatikanischen Gendarmerie festgenommen worden. Wegen der Schwere der Vorwürfe habe die vatikanische Justiz die Festnahme angeordnet, sagte Lombardi. Angesichts seiner angeschlagenen Gesundheit muss Wesolowski jedoch nicht hinter Gitter, sondern wurde unter strenger Bewachung in einer Residenz im Vatikan untergebracht.

Der Papst hatte Wesolowski im Vorjahr vom Posten als apostolischer Nuntius in der Dominikanischen Republik abberufen, nachdem dem Polen dort Missbrauch an sieben Kindern vorgeworfen worden war. Im Karibik-Staat wurde auch ein Ermittlungsverfahren gegen Wesolowski eröffnet. Im Juni war er von der vatikanischen Glaubenskongregation in den Laienstand zurückversetzt worden.

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