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Morde in Highschool: Verabredung zum Mord per SMS

Morde in Highschool  

Polizei: Verabredung zum Mord per SMS

28.10.2014, 08:06 Uhr | dpa, AP

Morde in Highschool: Verabredung zum Mord per SMS. Sieben Tage vor den tödlichen Schüssen: Screenshot des jugendlichen Täters auf einer Feier in der Marysville Pilchuck High School (Washington) (Quelle: AP/dpa)

Sieben Tage vor den tödlichen Schüssen: Screenshot des jugendlichen Täters auf einer Feier in der Maryville Pilchuck High School (Washington) (Quelle: AP/dpa)

Der 14-Jährige Todesschütze, der an einer US-Schule zwei Mitschülerinnen und anschließend sich selbst getötet hat, hatte sich vor der Bluttat per SMS mit seinen Opfern zum Essen verabredet. Die insgesamt fünf Opfer, von denen drei weitere am Kopf getroffen und schwer verletzt wurden, hätten am Tisch in der Cafeteria der Marysville Pilchuck High School bei Seattle gesessen, als der Neuntklässler plötzlich das Feuer eröffnete.

Der Junge hatte also anscheinend nicht willkürlich um sich geschossen, sondern gezielt die fünf Mitschüler ins Visier genommen, nachdem alle Jugendlichen am Tisch Platz genommen hatten. Das berichtete Sheriff Ty Trenary am Montag.

Eine der Getöteten starb am Tatort, eine weitere am Sonntag im Krankenhaus. Drei weitere Schüler, die der Junge ebenfalls zum Lunch eingeladen hatte, befinden sich weiterhin im Krankenhaus. Einer davon schwebt in Lebensgefahr.

Schuss ins Genick

Während die Polizei weiter nach dem Motiv des Schützen sucht, melden sich immer mehr Augenzeugen der Bluttat zu Wort. Er habe gesehen, wie der Mitschüler sich erhoben habe und "zu schießen begann", sagte der 14-jährige Josiah Gould der Zeitung "The Seattle Times".

Er selbst sei dann weggerannt, sagte der Schüler. Eine junge Lehrerin hielt den Amokläufer Medienberichten zufolge auf. Während eines kurzen Gerangels habe dieser sich selbst ins Genick geschossen - es sei unklar, ob der Schuss beabsichtigt war.

Schütze aus bekannter Familie

Der zuvor als beliebt und freundlich geltender Schüler stammte aus einer prominenten Familie der in der Nähe lebenden Tulalip-Indianer, von denen viele die High School besuchten. Zwei der Verletzen waren mit ihm verwandt.

Bei einem der Verletzten handelte es sich laut dem Sender CNN um den Cousins des Täters. Die Jungs seien eng befreundet gewesen, sagte der Großvater eines der Opfer: "Nur Gott weiß, was das hat eskalieren lassen."

Warum der 14-Jährige seine Freunde und sich selbst erschossen hat, ist nach wie vor unklar, wie Trenary sagte. "Die Frage, die alle beantwortet wissen wollen, ist: Warum?" Ob die Ermittler darauf jemals eine Antwort finden könnten, wisse er bislang nicht.

Waffe aus Familienbesitz

Auch eine Polizeisprecherin befürchtet, dass das Motiv möglicherweise nicht abschließend geklärt werden könne. Die legal gekaufte und registrierte Pistole habe einem der Familienmitglieder des Schützen gehört.

In den USA fallen immer wieder tödliche Schüsse in Schulen. Nach dem Amoklauf an einer Grundschule in Newtown mit 20 toten Erstklässlern im Dezember 2012 bemühte sich Präsident Barack Obama um schärfere Waffengesetze.

Die geplanten Reformen, darunter eine strengere Überprüfung von Waffenkäufern und ein Verbot von halbautomatischen Gewehren, scheiterten aber im Kongress.

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