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Frau nach tödlicher Gesäßinjektion verurteilt

Totschlag durch Gesäßinjektion  

Frau nach tödlicher Silikonspritze verurteilt

10.03.2015, 08:25 Uhr | AP

Frau nach tödlicher Gesäßinjektion verurteilt. Die Verurteilte bezeichnet sich selbst als "Michelangelo der Gesäßinjektionen". (Quelle: Philadelphia Police Department)

Die Verurteilte bezeichnet sich selbst als "Michelangelo der Gesäßinjektionen". (Quelle: Philadelphia Police Department)

Wegen Totschlags durch eine Gesäßinjektion ist eine Frau in der US-Stadt Philadelphia verurteilt worden. Das Gericht sprach die Angeklagte im Fall um den Tod einer 20-jährigen Tänzerin aus London schuldig.

Die Tänzerin starb 2011, nachdem ihr zwecks Povergrößerung in einem Flughafenhotel Silikon injiziert wurde. Das Silikon war in ihre Lunge gewandert und hatte zu einem Herzstillstand geführt. Nach Darstellung der Behörden war die Angeklagte geflohen, als die Spritze das Opfer getötet hatte. Sie sitzt seit 2012 im Gefängnis.

"Der Michelangelo der Gesäßinjektionen"

Die 45 Jahre alte Angeklagte betrieb nach eigenen Angaben einst einen Transsexuellen-Escortservice und beschrieb sich als Gothic-Hip-Hop-Künstlerin mit dem Namen "the Black Madam". Sie hatte während des Prozesses von sich behauptet, sie sei "der Michelangelo der Gesäßinjektionen" und habe an Tausenden Frauen "Körperbildhauerei" betrieben. "Ich war die Beste, und ich meine das nicht großspurig", hatte die Verurteilte ausgesagt.

Die Frau verfügte aber nicht über eine medizinische Ausbildung. Sie bekam nach eigenen Angaben Tipps von Ärzten im Ausland, die ihre Geschlechtsumwandlung durchgeführt hatten, und einem Arztkunden ihres Escortservices, der ihr Geliebter geworden war.

Angeklagter drohen bis zu 40 Jahre Haft

Die Angeklagte wurde auch wegen schwerer Körperverletzung verurteilt. Die Vorwürfe standen im Zusammenhang mit Verletzungen einer Frau aus Philadelphia, die nach der Verabreichung von Injektionen schwer krank wurde. Die Jury sprach sie zudem in zwei Anklagepunkten in Verbindung mit einer Waffe schuldig. Bei der Waffe handelte es sich um das Silikon. Allein für die Verurteilung wegen Totschlags drohen ihr 20 bis 40 Jahre Haft.

Die Familie der Tänzerin aus England nahm an dem Prozess nicht teil. In dem Verfahren zeigten Beweismittel, dass die Verurteilte von Hotelzimmer zu Hotelzimmer gereist ist und "Aufpumppartys" mit ihren Werkzeugen betrieben hatte, die sie in einer leuchtend pinken Handtasche bei sich trug: eine mit Silikon gefüllte Wasserflasche, einen roten Plastikbecher, Nadeln und Spritzen sowie Kleber zum Schließen der Injektionsstellen.

Die Täterin gab an, sie habe sich dasselbe Produkt auch selbst mehrmals injiziert - in die Stirn, Wagen, ins Kinn, die Oberschenkel und die eigenen Pobacken.

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