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Ursache von Feuer in Hamburger Flüchtlingsheim klar

"Es ist Brandstiftung"  

Ursache von Feuer in Hamburger Flüchtlingsheim klar

15.04.2015, 13:51 Uhr | t-online.de, dpa, AFP

Ursache von Feuer in Hamburger Flüchtlingsheim klar. Brandstiftung in einer Flüchtlingsunterkunft in Hamburg. (Quelle: dpa/Daniel Bockwoldt)

Brandstiftung in einer Flüchtlingsunterkunft in Hamburg. (Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa)

"Es ist Brandstiftung." Nach dem Feuer in einer Hamburger Container-Unterkunft für jugendliche Flüchtlinge am Dienstagabend steht die Brandursache fest. In einem unbewohnten Raum sei eine Matratze angezündet worden, sagte eine Polizeisprecherin in der Hansestadt. Von einem Anschlag von außen sei nach aktuellem Stand aber wohl nicht auszugehen.

Jetzt ermittelt die Polizei, wer die Matratze angezündet hat. An einen Anschlag von außen glauben die Ermittler auch deshalb nicht, weil das Gelände gesichert sei. Dieser Fall sei "eher unwahrscheinlich".

Der Brandstifter sei möglicherweise in den Reihen der Jugendlichen selbst zu suchen, sagte ein Polizeisprecher. Bei dem Feuer war ein Wohncontainer ausgebrannt, zwei weitere wurden durch die Flammen von außen beschädigt. Verletzt wurde niemand.

Betreuung von Intensivstraftätern

Das Feuer sei in dem unbewohnten Zimmer eines Containers ausgebrochen, sagte der Polizeisprecher. Dort sei eine Matratze angezündet worden. "Wir können aber noch nicht sagen, von wem."

In der kleinen Unterkunft in einem Industriegebiet im Stadtteil Hammerbrook werden erst seit kurzem 20 minderjährige Intensivstraftäter speziell betreut, die ohne Eltern nach Deutschland gekommen sind. Sie waren zuvor in anderen regulären Einrichtungen untergebracht. Es gab dort allerdings teils erhebliche Probleme mit ihnen.

Bewohner können sich frei bewegen

Die Einrichtung auf einem ehemaligen Recyclinghof besteht aus einem Hauptgebäude und insgesamt 16 Wohn- und Sanitärcontainern für die Jugendlichen, die den Behörden zufolge durch Straftaten, Aggressivität und teils massiven Drogenkonsum auffielen. Auf dem von einem Zaun umgebenen Gelände sind rund um die Uhr Betreuer und Mitarbeiter eines Sicherheitsdiensts anwesend.

Es ist aber kein geschlossenes Heim. Die Bewohner können sich frei bewegen. Die Jugendlichen könnten das Gelände verlassen und bis 22 Uhr auch Gäste mit hereinbringen. Allerdings würden sie auf Drogen und Waffen untersucht.

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