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Gräffs Schädel weist keine Verletzung auf

Erste Untersuchung  

Gräffs Schädel weist keine Verletzung auf

13.05.2015, 16:27 Uhr | dpa

Gräffs Schädel weist keine Verletzung auf. Das Rätselraten um die Todesumstände der Studentin Tanja Gräff geht weiter. (Quelle: dpa)

Das Rätselraten um die Todesumstände der Studentin Tanja Gräff geht weiter. (Quelle: dpa)

Die Trierer Studentin Tanja Gräff ist offenbar nicht durch eine Kopfverletzung zu Tode gekommen. Das habe eine erste Untersuchung des Schädels der Toten ergeben, sagte der Leiter des Instituts für Rechtsmedizin an der Uni Mainz, Professor Reinhard Urban. Dieses erste Ergebnis sage aber noch nichts darüber aus, wie die Studentin ums Leben gekommen sei.

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Die sterblichen Überreste der seit Juni 2007 vermissten Tanja Gräff waren am Montag bei Rodungsarbeiten unterhalb einer 50 Meter hohen Felswand in Trier auf einem Privatgelände gefunden worden.

Die Trierer Polizei suchte am Mittwoch weiter das Gelände rund um den Fundort der Leiche ab. "Wir wollen sichergehen, dass wir nichts übersehen", sagte ein Sprecher.

Ermittler vermuten Sturz in die Tiefe

Auch der Bereich oberhalb der Felswand werde von Polizisten großflächig geprüft. Unterdessen arbeite die neue Sonderkommission daran, alle relevanten Spuren in Bezug auf den Fundort neu zu bewerten, sagte der Sprecher.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die damals 21-Jährige von dem Felsen in die Tiefe stürzte. Die Hintergründe sind noch unklar. Der Fundort ist rund einen Kilometer von der Hochschule Trier entfernt, wo Gräff vor fast acht Jahren nach einer Uni-Feier zuletzt lebend gesehen worden war.

"Der Albtraum der Ungewissheit ist vorbei"

Der Fall hat den damaligen Chef der Trierer Mordkommission, Bernd Michels, in all den Jahren nie ganz losgelassen. "Der Albtraum der Ungewissheit ist vorbei", sagt Michels nun im Gespräch mit t-online.de. Es sei bedrückend gewesen, nichts über das Schicksal Gräffs zu wissen. "Und, dass die Eltern kein Grab hatten", so der ehemalige Ermittler.

Dass Gräff tot ist, habe ihn nicht überrascht. "Das war eigentlich schon nach ein paar Tagen und erst recht nach der Analyse des gesamten Geschehens klar", erklärt Michels. Aber die Todesumstände bleiben für Michels weiter ungeklärt: "Es gibt nach wie vor drei Varianten: Es geschah ein Unfall am Tag des Verschwindens; es war ein Suizid; oder sie wurde Opfer eines Gewaltverbrechens."

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