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"Batman"-Amokläufer von Aurora wurde wegen Mordes verurteilt

Todesstrafe möglich  

"Batman"-Amokläufer von Aurora wegen Mordes verurteilt

17.07.2015, 10:14 Uhr | t-online.de, dpa

"Batman"-Amokläufer von Aurora wurde wegen Mordes verurteilt. Der "Batman"-Amokläufer ist schuldig gesprochen worden. (Quelle: Reuters)

Der "Batman"-Amokläufer ist schuldig gesprochen worden. (Quelle: Reuters)

Drei Jahre ist es her, dass James Holmes bei einer Kinofilm-Premiere in der US-Stadt Aurora (Colorado) zwölf Menschen erschoss und 70 weitere verletzte. Jetzt ist der 27-Jährige wegen Mordes schuldig gesprochen worden. Damit droht ihm die Todesstrafe.

Holmes hatte am 20. Juli 2012 während der Erstaufführung eines "Batman"-Films mit einer Schrotflinte, einem Sturmgewehr und schließlich einer Pistole in das Kino gefeuert.

Schuldig in allen Anklagepunkten

Die Staatsanwaltschaft hatte seine Verurteilung wegen Mordes gefordert und angekündigt, die Todesstrafe anzustreben. Die Verteidigung sah es hingegen als erwiesen an, dass Holmes psychisch krank und somit nicht schuldfähig sei. Die Geschworenen-Jury des zuständigen Gerichts in Centennial bei Denver lehnte es jedoch ab, Holmes als psychisch krank und nicht schuldfähig anzusehen.

Nun wurde Holmes in allen 165 Anklagepunkten für schuldig befunden. Allein für die zwölf Toten wurde der 27-Jährige angeklagt, jeweils einmal wegen Mordes und einmal wegen Totschlags. Für jeden der 70 Verletzten war er noch einmal wegen versuchten Mordes und versuchten Totschlags angeklagt. Der 165. Fall war die Installation von Sprengsätzen in seiner Wohnung. In den eineinhalb Tagen hatten die Geschworenen über jeden einzelnen Fall entschieden.

Ein Strafmaß haben die Geschworenen noch nicht festgelegt. Nach dem Recht des Staates Colorado geht das Verfahren jetzt noch einmal in eine neue Runde, in der beide Seiten ihre Sichtweisen untermauern und ein Strafmaß vorschlagen können. Zu entscheiden haben letztlich wieder die Geschworenen, das Urteil kann bis zur Todesstrafe gehen. Vermutlich wird es eine Entscheidung aber erst im nächsten Monat geben.

Colorado ist einer der Staaten, in denen es die Todesstrafe gibt - allerdings ist sie quasi abgeschafft. In den vergangenen vier Jahrzehnten wurde sie nur einmal vollstreckt, 1997 gegen einen Mörder und Vergewaltiger. Dennoch steht die Kapitalstrafe nach wie vor im Rechtskatalog des Staates und kann verhängt werden.

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