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Kino-Attacke bei Nashville: Polizei tötet Amok-Schützen

Kino-Attacke bei Nashville  

Polizei tötet Amok-Schützen nach Schusswechsel in US-Kino

05.08.2015, 23:11 Uhr | t-online.de, dpa, AP

Kino-Attacke bei Nashville: Polizei tötet Amok-Schützen. Die Leiche von Täter Vincente Montano (Profilbild) wird abtransportiert. (Quelle: AP/dpa)

Die Leiche von Täter Vincente Montano (Profilbild) wird abtransportiert. (Quelle: AP/dpa)

Erneut ist ein US-Kino zum Schauplatz einer Attacke geworden: Ein mit einem Beil, Pfefferspray und einer Luftpistole bewaffneter Mann drang am Mittwoch in einen Filmpalast in Antioch bei Nashville im US-Staat Tennessee ein, griff Zuschauer an und wurde daraufhin von einer Spezialeinheit der Polizei erschossen.

Drei Menschen mussten nach einer Pfefferspray-Attacke des Angreifers behandelt werden, eine weitere Person zog sich eine offenbar durch dessen Beil verursachte Schnittwunde zu. Das Tatmotiv war unklar, doch attestierte ihm die Polizei massive psychische Probleme. Wie das Metropolitan Nashville Police Department bekannt gab, handelt es sich bei dem Schützen um den 29-jährigen Vincente Montano.

Der Täter stürmte in den Saal 8 des Kinos Carmike Hickory, wo gerade der Film "Mad Max: Fury Road" gezeigt wurde, sagte Polizeisprecher Don Aaron. Er habe eine chirurgische Maske angehabt, um sich offenbar vor dem Pfefferspray zu schützen, das er in rauen Mengen im Saal versprüht habe.

Erster Polizist am Tatort rettet vermutlich viele Leben

Als ein Polizist auf einen Notruf reagierte und zunächst alleine den Kinosaal betrat, habe Montano das Feuer auf den Beamten eröffnet, sagte Polizeisprecher Dan Aaron. Der Polizist zog sich zunächst zurück. Als Montano durch die Hintertür flüchten wollte, traf er auf eine Spezialeinheit, die ihn erschoss. Rund zwei Dutzend Schüsse waren innerhalb von zehn Sekunden zu hören, wie aus dem Videofilmmaterial hervorging, das der Sender WKRN TV ins Internet stellte. Zunächst hatte die Polizei gemeldet, der Angreifer habe sich ein Feuergefecht mit dem ersten Beamten geliefert, der auf den Notruf reagiert hatte.

Aaron und Feuerwehrsprecher Brian Haas lobten den Einsatz des Polizisten. "Die Handlungen des ersten Beamten, der das Kino betrat, könnten gut mehrere Menschen gerettet haben", sagte Aaron. "Dies hätte deutlich schlimmer sein können", sagte Haas. TV-Sender zeigten Bilder dutzender Einsatzwagen auf dem Parkplatz vor dem Kino.

Rucksack zur Detonation gebracht

Einem Kinobesucher soll Montano mit seinem Beil eine Schnittwunde zugefügt haben. Das Opfer bedankte sich später bei der Polizei von Nashville für ihre schnelle Reaktion. Niemand anderes sei ernsthaft verletzt worden außer die Person, die das Ganze angerichtet habe, sagte der Mann, der nur seinen Vornamen Steve genannt wissen wollte. Allerdings seien auch zwei Frauen im Alter von 17 und 53 Jahren ins Krankenhaus gebracht worden, weil sie Pfefferspray ins Gesicht bekommen hatten.

Der Täter trug zwei Rucksäcke bei sich, von denen einer später durch die Polizei kontrolliert zur Detonation gebracht wurde. Darin habe sich eine Bombenattrappe befunden, sagte Aaron. Auch der Inhalt eines zweiten am Tatort entdeckten Rucksacks erwies sich als ungefährlich.

Die Tatwaffen Montanos: Eine Luftpistole (li.) und eine Axt. (Quelle: dpa)Die Tatwaffen Montanos: Eine Luftpistole (li.) und eine Axt. (Quelle: dpa)

Täter zuvor bereits vier Mal in die Psychiatrie eingewiesen

Aaron beschrieb den Täter als einen Mann mit "erheblichen psychiatrischen oder psychologischen Nöten." Er sei bereits vier Mal in die Psychiatrie eingewiesen worden, zwei Mal im Jahr 2004 und zwei Mal im Jahr 2007. Zudem sei er 2004 im Ort Murfreesboro wegen Körperverletzung und Widerstand gegen die Festnahme in Haft gekommen, sagte der Polizeisprecher.

Erst vor zwei Wochen hatte ein Bewaffneter in einem Kino im US-Staat Louisiana um sich geschossen und dabei zwei Menschen getötet sowie neun verletzt. Nach einem kurzen Fluchtversuch tötete er sich dann selbst. Im US-Staat Colorado beraten Geschworene derzeit zudem darüber, ob James Holmes für einen Amoklauf in einem Kino mit zwölf Toten und 70 Verletzten im Jahr 2012 lebenslange Haft erhalten oder mit dem Tod bestraft werden soll.

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