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Halbe Tonne Kaviar in Leichenwagen geschmuggelt

Edel-Fischeier statt Leiche  

Halbe Tonne edler Kaviar in Leichenwagen geschmuggelt

27.10.2015, 14:00 Uhr | AFP, AP

Halbe Tonne Kaviar in Leichenwagen geschmuggelt. Kaviar in Leichenwagen geschmuggelt. (Quelle: Screenshot MestroproTV)

Kaviar in Leichenwagen geschmuggelt. (Quelle: Screenshot MestroproTV)

Weil er zu schnell unterwegs war, haben Polizisten im Osten Russlands einen Leichenwagen gestoppt. Im Laderaum fanden sie unter Kränzen versteckt rund 500 Kilo Kaviar. Die Edel-Fischeier waren auch im Sarg verstaut gewesen, in dem sich aber keine Leiche befand. 

Das in Russland streng limitierte Luxuslebensmittel sollte von Chaborowsk nach Norden geschmuggelt werden, teilte das Innenministerium in der russischen Region mit. 

Die Beamten fanden im Laderaum des Fahrzeugs dutzende Plastikbehälter mit der kostbaren Schmuggelware, wie die Polizei in Chabarowsk mitteilte. Auf Videoaufnahmen ist zu sehen, wie die Beamten den Leichenwagen durchsuchen und dabei große Mengen der Delikatesse zu Tage fördern. 

Fischeier statt alter Dame im Sarg

In Russland kosten 100-Gramm-Dosen mit Kaviar aus dem Kaspischen Meer etwa 105 Dollar. Der Export von Wildkavier wurde 2007 weltweit verboten. Russland hatte wegen bedrohter Stör-Bestände ein Jahr zuvor ein Fangverbot erlassen. Der illegale Störfang und der Kaviar-Schmuggel sind aber nach wie vor weit verbreitet.

Der Fahrer des Leichenwagens und sein Begleiter beteuerten, nichts von der illegalen Fracht gewusst zu haben. Sie erklärten, ein Mann habe sie in einem Dorf nahe der chinesischen Grenze gebeten, den Sarg in eine Leichenhalle zu fahren. Der ihnen unbekannte Auftraggeber habe dafür umgerechnet 350 Euro gezahlt. Den Verkehrspolizisten hatten sie zuvor versichert, sie transportierten die Leiche einer alten Frau.

Störbestand im Kaspischen Meer drastisch gesunken

Die Polizei leitete Ermittlungen nach den Produzenten und dem Vertrieb des Kaviars an - beides ist in Russland 50 staatlich zugelassenen Störzuchtbetrieben vorbehalten. Nur einige wenige Ureinwohnergruppen im Norden dürfen Stör fischen und Kaviar gewinnen.

Der Störbestand im Kaspischen Meer ist wegen illegalen Fischens seit dem Ende der Sowjetunion drastisch zurückgegangen.

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