Sie sind hier: Home > Panorama > Kriminalität >

Übergriffe in Köln: Schwarzer verurteilt "Krieg mitten in Europa"

Schwarzer geißelt Köln-Übergriffe  

Täter "spielen Krieg mitten in Europa"

06.01.2016, 11:02 Uhr | dpa, t-online.de

Übergriffe in Köln: Schwarzer verurteilt "Krieg mitten in Europa". Alice Schwarzer fordert eine Integrationspflicht. (Quelle: imago images/ipon)

Alice Schwarzer fordert eine Integrationspflicht. (Quelle: ipon/imago images)

Die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer hat die massiven Übergriffe auf viele Frauen in Köln mit deutlichen Worten als Folge einer falschen Toleranz und gescheiterten Integration bezeichnet. 

In der feministischen Zeitschrift "Emma" schrieb die Kölner Publizistin: "Die jungen Männer, die in der Silvesternacht den Terror in Köln gemacht haben, spielen Krieg mitten in Europa."

Die Frauenrechtlerin zeichnet ein düsteres Bild der "Gang-Bang-Party rund um den Kölner Hauptbahnhof". Die Männer hätten Fronten gebildet, seien in Truppen über den Platz gezogen und hätten ungehindert Feuerwerkskörper in die Menge gefeuert.

"Die Jungs üben noch"

Mit Blick auf jüngste Terrorwarnungen schreibt Schwarzer weiter: "Doch der Terror kam (noch) nicht aus der Kalaschnikow oder von Sprengstoffgürteln, er kam aus Feuerwerkspistolen und von Feuerwerkskrachern. Und von den grabschenden Händen der Männer. Die Jungs üben noch."

+++ Was wir bisher über die Übergriffe an Silvester wissen +++

Angesichts der kolportierten Zahlen von bis zu 1000 beteiligten Männern und nur knapp 150 anwesenden Polizisten stellt die Publizistin die Frage nach dem Gewaltmonopol: "Hat der deutsche Staat also punktuell sein Gewaltmonopol schon verloren und gibt es längst rechtsfreie Räume, auch mitten in Deutschland?"

"Die träumen davon, Helden zu sein"

Dass die Täter mit der aktuellen Flüchtlingswelle ins Land gelangten, glaubt Schwarzer hingegen nicht: "Unter ihnen werden die Flüchtlinge von heute in einer extremen Minderheit gewesen sein, wenn überhaupt. Die Mehrheit sind Flüchtlinge von gestern bzw. Migranten und ihre Söhne."

Nach Einschätzung Schwarzers sind diese "das triste Produkt einer gescheiterten, ja nie auch nur wirklich angestrebten Integration. Sie sind das Produkt einer falschen Tolerenz." Weiter schreibt die Frauenrechtlerin: "Die träumen davon, Helden zu sein wie ihre Brüder in den Bürgerkriegen von Nordafrika und Nahost - und spielen jetzt Krieg mitten in Europa."

Schwarzer pocht auf Integrationspflicht

Schwarzer geißelt die Entstehung von Parallelwelten, die aus falscher Rücksichtnahme auf andere Sitten und Religionsfreiheit entstanden seien: "Als hätte dieser Fanatismus etwas mit Glauben zu tun." Die Publizistin pocht daher auf eine Integrationspflicht. 

Laut Polizei beschreiben Zeugen die Angreifer der Silvesternacht in Köln als Männer, die "dem Aussehen nach aus dem arabischen oder nordafrikanischen Raum" stammen.  

Wegen der Straftaten am Dom und am benachbarten Bahnhofsvorplatz wurden rund 90 Anzeigen erstattet.


Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Der Sommer zieht ein: shoppe Outdoor-Möbel u.v.m.
jetzt auf otto.de
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal