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Höxter: Ehepaar lockte Opfer mit Kontaktanzeige in Falle

Mit Zeitungsanzeige gelockt  

Frau stirbt nach monatelanger Gefangenschaft in Höxter

29.04.2016, 17:54 Uhr | dpa, t-online.de

Höxter: Ehepaar lockte Opfer mit Kontaktanzeige in Falle. Von der Polizei versiegelte Haustür auf dem Bauernhof in Höxter (Nordrhein-Westfalen), auf dem offenbar ein Paar eine Frau längere Zeit eingesperrt hatte.  (Quelle: dpa)

Von der Polizei versiegelte Haustür auf dem Bauernhof in Höxter (Nordrhein-Westfalen), auf dem offenbar ein Paar eine Frau längere Zeit eingesperrt hatte. (Quelle: dpa)

Ein Paar soll eine Frau monatelang auf seinem Bauernhof im ostwestfälischen Höxter gefangen gehalten haben. Als die 41-Jährige ins Krankenhaus gebracht wurde, war sie bereits tot.

Die Staatsanwaltschaft Paderborn erließ bereits am Donnerstag Haftbefehle wegen Totschlags gegen das dringend verdächtige Paar. Die Frau und der Mann, die in Untersuchungshaft sitzen, seien 46 und 47 Jahre alt. 

Zudem ermittle eine Mordkommission des Polizeipräsidiums Bielefeld und der Kriminalpolizei Höxter in dem Fall, berichtet das "Westfalen-Blatt".

Mit Partnerschaftsannonce ins Haus gelockt

Ersten Erkenntnissen zufolge geriet die verstorbene Frau über eine Partnerschaftsanzeige in die Hände ihrer mutmaßlichen Peiniger: Der 46-jährige Mann habe eine Zeitungsannonce geschaltet und darin nach einer Frau für eine feste Beziehung gesucht, teilten die Ermittler mit. Nach einer kurzen Phase des Kennenlernens sei die 41-Jährige aus Bad Gandersheim in Niedersachsen in das Haus des Mannes und seiner Ex-Frau in Höxter in Ostwestfalen gezogen.

"Hier wurde die Frau festgehalten und körperlich misshandelt", so die Ermittler. Die Gefangenschaft und wiederkehrende Misshandlungen der Frau sollen sich über Monate hingezogen haben. "Die Obduktion hat ergeben, dass das Opfer durch stumpfe Gewalt gegen den Kopf gestorben ist", sagte Ralf Meyer, Sprecher der Staatsanwaltschaft Paderborn. Über das Motiv und Aussagen der beiden Tatverdächtigen machte er keine Angaben. In einer Mitteilung der Ermittler hieß es, bis jetzt gebe es keine Hinweise auf ein Sexualdelikt.

Motorschaden ließ Paar auffliegen

Am 21. April habe das Paar die körperlich schwer angeschlagene Frau zurück in ihre Wohnung nach Bad Gandersheim in Niedersachsen bringen wollen. Das Auto sei aber mit einem Motorschaden unterwegs liegen geblieben. Nach dpa-Informationen riefen die beiden zunächst ein Taxi herbei. Doch während des Wartens habe sich der Zustand der 41-Jährigen immer weiter verschlechtert.

"Die Beschuldigten waren nunmehr gezwungen, wegen des schlechten Gesundheitszustandes einen Rettungswagen zu rufen", schrieben die Mordkommission aus Bielefeld, die Staatsanwaltschaft Paderborn und die Polizei Höxter in ihrer Mitteilung. Ein Notarzt brachte die Frau dann ins Krankenhaus nach Northeim in Niedersachsen. Dort starb sie zwei Stunden später.

Wie lange genau sich die Frau im Haus ihrer mutmaßlichen Peiniger befand, ist den Ermittlern noch nicht bekannt.

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