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Was bisher über den Fall Höxter bekannt ist

Tödliche Misshandlung  

Was bisher über den Fall Höxter bekannt ist und was nicht

02.05.2016, 16:39 Uhr | dpa

Was bisher über den Fall Höxter bekannt ist. Das abgelegene Haus in Höxter, in dem eine Frau misshandelt wurde, bis sie starb. (Quelle: dpa)

Das abgelegene Haus in Höxter, in dem eine Frau misshandelt wurde, bis sie starb. (Quelle: dpa)

Im westfälischen Höxter wurde eine 41-jährige Frau wochenlang festgehalten und misshandelt - dann starb sie. Nun sind viele Fragen offen. Ein Überblick:

Was wir wissen

- Ermittler sagen: Die 41-jährigen Frau aus dem niedersächsischen Bad Gandersheim hat ihre Peiniger über eine Partnerschaftsanzeige kennengelernt. Wenig später zog sie Anfang März in das Haus des 46-Jährigen und seiner 47 Jahre alten Ex-Frau nach Höxter.

- Das Opfer wurde wochenlang festgehalten und schwer misshandelt. Laut Obduktion starb die Frau an Verletzungen durch Schläge auf den Kopf.

- Ans Licht kam der Fall, als das Ex-Ehepaar die lebensbedrohlich verletzte Frau zurück nach Bad Gandersheim bringen wollte. Auf dem Weg dorthin hatten die beiden eine Autopanne und riefen schließlich einen Rettungswagen. Die 41-Jährige kam ins Krankenhaus, wo sie zwei Stunden später an ihren Verletzungen starb.

- Es war nicht das erste Mal, dass der 46-Jährige mit Partnerschaftsanzeigen den Kontakt zu Frauen suchte. Laut Staatsanwaltschaft hat er häufiger solche Inserate aufgegeben und nach einer "Frau für eine feste Beziehung" gesucht.

- Die beiden Beschuldigten waren verheiratet, sind inzwischen aber geschieden. Trotzdem lebten sie zusammen in Bosseborn, einem dörflichen Ortsteil von Höxter. Bei Nachbarn behaupteten sie, Geschwister zu sein. Beide sind schon polizeibekannt.

- Das 41-jährige Opfer lebte erst seit kurzer Zeit in Bad Gandersheim, eine Autostunde von Höxter entfernt. Die Frau wohnte allein und hatte keine Arbeit. Deshalb wurde sie offensichtlich von niemandem vermisst.

Was wir nicht wissen

- Die wohl wichtigste Frage ist, wie viele weitere Opfer es womöglich gibt. Ein zweites Tötungsdelikt haben die beiden Beschuldigten nach dpa-Informationen in den Vernehmungen gestanden. Die Staatsanwaltschaft bestätigt das nicht und sagt lediglich, es gebe "konkrete Hinweise" auf weitere Opfer. Die Ermittler wollen das Grundstück nun mit Spürhunden absuchen.

- Nach Angaben der Ermittler wurde die 41-Jährige "festgehalten". Allerdings berichteten ihnen Nachbarn, dass sie die Frau gemeinsam mit ihren Peinigern auch auf der Straße gesehen hätten. So seien sie etwa gemeinsam zum Einkaufen gefahren. Weshalb das Opfer diese Gelegenheiten nicht zur Flucht nutzte, ist ein Rätsel.

- Auch über das Motiv der 46 und 47 Jahre alten Ex-Eheleute wird bislang viel spekuliert. Die Ermittler sagen nur soviel: Hinweise auf ein Sexualdelikt gibt es nicht.

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