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RAF-Trio hat offenbar Supermärkte in Norddeutschland überfallen

Fahndung nach Ex-Terroristen  

"Spiegel": RAF-Trio soll Supermärkte überfallen haben

27.05.2016, 16:18 Uhr | dpa, AFP, t-online.de

RAF-Trio hat offenbar Supermärkte in Norddeutschland überfallen. Seit Jahrzehnten auf der Flucht: Burkhard Garweg, Ernst-Volker Staub und Daniela Klette (von links). (Quelle: dpa/BKA+)

Seit Jahrzehnten auf der Flucht: Burkhard Garweg, Ernst-Volker Staub und Daniela Klette (von links). (Quelle: dpa/BKA+)

Der Überfall auf einen Geldtransporter in Bremen im vergangenen Jahr war offenbar kein Einzelfall. Laut "Spiegel"-Informationen waren die Ex-RAF-Terroristen Daniela Klette, Ernst-Volker Wilhelm Staub und Burkhard Garweg aktiver als angenommen. 

Das Landeskriminalamt Niedersachsen (LKA) habe die Untersuchungen ausgeweitet. Ermittler gehen davon aus, dass das RAF-Trio auch eine Reihe von Supermärkten in Norddeutschland ausraubte, berichtet der "Spiegel". 

Laut Berechnungen der Polizei, liege die erbeutete Gesamtsumme bei etwa 380.000 Euro. Verschiedene Überfälle hätten auffällige Übereinstimmungen gezeigt.

Überfall in Northeim

So hätten Ermittlungen in einem Fall in einer Northeimer Marktkauf-Filiale ergeben, dass der Überfall auf das Konto des Trios gehe.

Anschlag auf Justizvollzugsanstalt Weiterstadt

Am 6. Juni 2015 hatten drei Maskierte auf dem Parkplatz eines Supermarktes in der Nähe von Bremen einen Geldtransporter überfallen. Sichergestellte DNA-Spuren wurden später den drei seit Jahrzehnten untergetauchten Ex-RAF-Terroristen zugeordnet.

Den drei Beschuldigten werden aber auch Taten aus RAF-Zeiten zur Last gelegt. Gemeinsam mit weiteren RAF-Mitgliedern sollen sie im März 1993 einen Sprengstoffanschlag auf die im Bau befindliche Justizvollzugsanstalt im hessischen Weiterstadt verübt haben. Es entstand ein Sachschaden in Millionenhöhe.

Die heute 57-jährige Klette soll zudem an einem versuchten Sprengstoffanschlag auf das Verwaltungsgebäude der Deutschen Bank in Eschborn nahe Frankfurt am Main beteiligt gewesen sein. Die Zündvorrichtung für den in einem Auto versteckten Sprengstoff versagte aber.

Auch in einen Anschlag auf die US-Botschaft in Bad Godesberg im Februar 1991 soll Klette verwickelt gewesen sein. Dabei wurden mindestens 250 Schüsse auf das Botschaftsgebäude abgegeben.

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