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Islamischer Staat plante wohl Terror-Anschlag in Düsseldorf

Anschlag auf Düsseldorf geplant  

IS-Terrorzelle in Deutschland ausgehoben

03.06.2016, 14:29 Uhr | t-online.de, dpa

Islamischer Staat plante wohl Terror-Anschlag in Düsseldorf. Einer der Terrorverdächtigen auf dem Weg zum Haftrichter beim BGH in Karlsruhe (Quelle: dpa)

Einer der Terrorverdächtigen auf dem Weg zum Haftrichter beim BGH in Karlsruhe (Quelle: dpa)

Der Islamische Staat hat offenbar konkret einen Anschlag in Deutschland geplant. Die Behörden haben eine mutmaßliche Zelle der Terrormiliz in Deutschland ausgehoben, die einen Anschlag auf die Düsseldorfer Altstadt verüben wollte.

Drei mutmaßliche IS-Mitglieder aus Syrien wurden heute im Auftrag des Generalbundesanwalts Peter Frank festgenommen. Ein vierter Verdächtiger sitzt in Frankreich in Untersuchungshaft. Von dort soll auch der Tipp an die deutschen Behörden gekommen sein.

Laut Informationen des "Spiegel" sollten sich zwei Selbstmordattentäter nahe der Heinrich-Heine-Allee in Düsseldorf in die Luft sprengen. Anschließend hätten weitere Attentäter möglichst viele Passanten mit Gewehren und Sprengsätzen töten sollen.

Über die Balkanroute nach Deutschland

Der Islamische Staat habe die Männer eigens mit dem Ziel nach Deutschland geschickt, dort Anschläge zu begehen. Zwei von ihnen reisten demnach bereits 2014 in die Türkei, um die Anschläge vorzubereiten, 2015 seien sie dann über die Balkanroute nach Deutschland gekommen. Hier sollen sie dann einen weiteren Syrer rekrutiert haben. Dazu kam offenbar ein Sprengstoffexperte, der bereits seit 2014 in Deutschland war.

Die drei Männer im Alter von 27, 25 und 31 Jahren wurden den Angaben zufolge am Donnerstag in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Baden-Württemberg festgenommen. Der vierte Mann habe sich am 1. Februar in Paris den französischen Behörden offenbart. Die Bundesanwaltschaft bemühe sich um die Auslieferung des 25-Jährigen.

Verdächtiger tarnte sich als Flüchtling

Nach dpa-Informationen wurde der 27 Jahre alte Terrorverdächtige aus Brandenburg in einer Flüchtlingsunterkunft in Bliesdorf bei Wriezen gefasst, einer Kleinstadt im Oderbruch. Dort wurde er nach Angaben des Landkreises Märkisch-Oderland am 11. September 2015 registriert. Er habe einen Asylantrag gestellt, über den noch nicht entschieden sei. Im Landratsamt hieß es, der Mann sei zwischenzeitlich fünf Monate verschwunden gewesen und erst am Mittwoch wieder aufgetaucht.

Von einem Zugriff in allerletzter Sekunde kann man jedoch nicht sprechen. Es gebe keinen Hinweis, "dass die Beschuldigten bereits mit der Umsetzung ihres Anschlagsplanes konkret begonnen hatten".

Gefährdungslage "unverändert" hoch

Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums in Berlin sagte auf Anfrage, die Gefährdungslage sei "unverändert" hoch. Deutschland befinde sich weiterhin "ebenso wie andere europäische Staaten im Fadenkreuz des internationalen Terrorismus".

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