Sie sind hier: Home > Panorama > Kriminalität >

Jagd nach RAF-Terroristen: Kaum nachvollziehbare Ermittlungsfehler

"Unverständliche" Fehler  

Ermittlungspannen bei Jagd nach RAF-Terroristen

Von Ulrich Weih

01.07.2016, 21:01 Uhr
Jagd nach RAF-Terroristen: Kaum nachvollziehbare Ermittlungsfehler. Nach den ehemaligen RAF-Mitgliedern Burkhard Garweg (links), Daniela Klette und Ernst Volker Staub wird immer noch gefahndet. (Quelle: Polizei Niedersachsen)

Nach den ehemaligen RAF-Mitgliedern Burkhard Garweg (links), Daniela Klette und Ernst Volker Staub wird immer noch gefahndet. (Quelle: Polizei Niedersachsen)

Nach den früheren Terroristen der Roten Armee Fraktion (RAF) Ernst-Volker Staub, Burkhard Garweg und Daniela Klette wird seit Jahrzehnten gefahndet. Wie jetzt bekannt wurde, gab es bei der Verfolgung der linksradikalen Täter gleich mehrere gravierende und kaum nachvollziehbare Ermittlungsfehler. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ).

Demnach behinderten sich Dienststellen in Niedersachsen gegenseitig und wichtige Informationen gingen verloren. Auch die nachlässige Art der Ermittlungen stoße intern auf scharfe Kritik, schreibt die Zeitung.

Dringende Ermittlungen verzögert  

So sei nach dem jüngsten Raubüberfall auf einen Geldtransporter sowie ein Möbelhaus in Cremlingen, der dem Trio zugeschrieben wird, die Spurensicherung abgebrochen und erst 36 Stunden später wieder aufgenommen worden. Angesichts der Dringlichkeit der Fahndung sei dies "völlig unverständlich", zitiert die "FAZ" Ermittlerkreise.

Bei dem Überfall vom 25. Juni erbeuteten die Täter eine sechsstellige Summe. Bereits im Vorfeld gab es Hinweise, dass die Ex-Terroristen einen Überfall in Cremlingen planten. Ein Zeuge hatte sich gemeldet und einen der Täter im ansässigen Einkaufszentrum erkannt.

Observation schnell wieder abgebrochen 

Die Polizei observierte daraufhin das Areal, brach die Überwachung jedoch schon bald wieder ab. Ein schwerer Fehler: Kurze Zeit später erfolgten die beiden Überfälle - ohne dass Beamte vor Ort waren.

Im Rückblick, so heiße es aus Polizeikreisen, sei der Abbruch der Observation ein schweres Versäumnis gewesen. Offiziell hat das Niedersächsische Landeskriminalamt die Kritik energisch zurückgewiesen. 

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal