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Islamischer Staat: Schießerei und Geiselnahme in Bangladesh

Islamischer Staat  

Schießerei und Geiselnahme in Restaurant

01.07.2016, 22:12 Uhr | AFP

Islamischer Staat: Schießerei und Geiselnahme in Bangladesh. Bei dem Überfall auf ein Restaurant in Bangladesh hat es wohl mehrere Verletzte gegeben.  (Quelle: AP/dpa)

Bei dem Überfall auf ein Restaurant in Bangladesh hat es wohl mehrere Verletzte gegeben. (Quelle: AP/dpa)

In Bangladesch haben Bewaffnete ein Restaurant überfallen und Geiseln genommen. Nach Behördenangaben lieferten sich die bis zu neun Angreifer Schusswechsel mit Sicherheitskräften. Dabei kamen mindestens zwei Beamte ums Leben. Der Angriff ereignete sich in einem Diplomatenviertel in der Hauptstadt Dhaka

Der Chef der für den Kampf gegen Verbrechen zuständigen Rapid Action Battalion, Benazir Ahmed, sagte, man bemühe sich, die Leben der in dem Lokal gefangenen Menschen zu retten. Unter den Geiseln wurden auch Ausländer vermutet.

Zu dem Angriff bekannte sich die Extremisten-Miliz Islamischer Staat (IS) in einer Meldung der ihr nahestehenden Nachrichtenagentur Amak. Darin war von mehr als 20 Toten die Rede.

Schusswaffen und Bomben 

Bei den Angreifern im Restaurant "Holey Artisan Bakery" in der Gegend Gulshan von Dhaka handelte es sich nach Angaben Ahmeds um Jugendliche. Man habe mit Personen gesprochen, die aus der Gaststätte geflohen seien. "Wir wollen dies friedlich lösen", sagte er. Man versuche, mit den Tätern zu sprechen.

Ein riesiges Aufgebot an Sicherheitskräften riegelte die Gegend um das bei Ausländern beliebte Restaurant ab. Es kam zu Schusswechseln mit den Angreifern, die Bomben zündeten. "Einige unserer Leute wurden verletzt", sagte Ahmed. Er sagte nicht, wie viele Menschen im Lokal gefangen seien.

Nach offiziellen Angaben wurden drei Verletzte in das Universitätsklinikum der Stadt gebracht. Örtliche Medien berichteten, ein Polizist sei im Krankenhaus gestorben. Zum Tatzeitpunkt hielten sich demnach rund 20 Menschen in dem Restaurant auf, darunter acht bis zehn Ausländer.

Islamistischer Hintergrund?  

Restaurantmitarbeiter Sumon Reza sagte zu Reportern, die Angreifer seien mit Schusswaffen und Bomben bewaffnet gewesen, als sie das Lokal gegen 21.20 Uhr betreten hätten. Demnach nahmen sie Kunden und Angestellte als Geiseln. Der Fernsehsender Jamuna zitierte Reza mit der Aussage, die Täter hätten "Allahu Akbar" (Gott ist groß) gerufen.

Im mehrheitlich von Muslimen bewohnten Bangladesch hat es in jüngster Zeit immer wieder tödliche Anschläge auf Ausländer, Angehörige von Minderheiten und Blogger gegeben. Erst am Freitag wurde rund 200 Kilometer südwestlich von Dhaka ein Hindu an einem Tempel mit scharfen Waffen zu Tode gehackt. Zu vielen der Anschläge bekannten sich die Terrormiliz Islamischer Staat und Ableger von Al-Kaida. Die Regierung bestreitet dagegen, dass die Terrorgruppen im Land aktiv sind.

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