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Fall Peggy: Nach Knochenfunden sucht die Polizei nach Beweisen

Spuren und Gegenstände  

Polizei sucht im Fall Peggy nach Beweisen

07.07.2016, 12:37 Uhr | AFP, dpa

Fall Peggy: Nach Knochenfunden sucht die Polizei nach Beweisen. Die Polizei sucht die Umgebung des Fundorts von Peggys Leiche ab. (Quelle: dpa)

Die Polizei sucht die Umgebung des Fundorts von Peggys Leiche ab. (Quelle: dpa)

Im Fall der getöteten Peggy hat die Polizei die Suche nach Beweisen ausgeweitet. Neben dem Fundort der Skelettteile in einem Waldgebiet sei auch auf den möglichen Zufahrtstraßen zu dem Wald gesucht worden, teilte das Polizeipräsidium Oberfranken in Bayreuth mit.

Vor allem in Straßengräben, auf Seitenstreifen und in anderen relevanten Bereichen hätten die Ermittler nach Spuren und Gegenständen gesucht. Der Fundort der Knochen wurde derweil freigegeben, er wird nicht mehr von der Polizei bewacht.

"Jetzt ist es kriminaltechnisch abgearbeitet", sagte ein Polizeisprecher. Selbst Schaulustige könnten dort nichts mehr finden.

Viele Fragen sind derweil noch offen. So ist derzeit nicht bekannt, ob die komplette Leiche der Schülerin gefunden wurde. "Es wurden auch Tierknochen gefunden. Das muss jetzt noch sortiert werden", sagte Oberstaatsanwalt Herbert Potzel. Weil die Knochen vermutlich jahrelang im Wald lagen, sei die Zuordnung der Knochenfragmente schwierig. Auch Informationen zur Todesursache gibt es bisher nicht.

Peggys Mutter will nicht in die Öffentlichkeit

Peggys Mutter lehnt Kontakte zur Öffentlichkeit ab, nachdem der Tod ihrer Tochter Gewissheit geworden ist. Ihre Anwältin Ramona Hoyer teilte mit: "Im Namen meiner Mandantin bedanke ich mich für die aufrichtige Anteilnahme am Schicksal ihrer Tochter. Geben Sie den ermittelnden Behörden und meiner Mandantin Gelegenheit, die aktuellen Entwicklungen zu verarbeiten und Antworten auf die offenen Ermittlungsfragen zu finden." Weitere Erklärungen würden nicht abgegeben.

Ein Pilzsammler hatte Samstag zufällig das inzwischen in der Rechtsmedizin eindeutig identifizierte Skelett von Peggy entdeckt. Die damals Neunjährige aus dem fränkischen Lichtenberg war im Mai 2001 spurlos verschwunden. Wiederholte Suchmaßnahmen waren erfolglos geblieben.

SPD verlangt Aufklärung

Die Ermittler gehen von einem Verbrechen aus. In einem ersten Prozess war ein geistig behinderter Mann 2004 als Sexualmörder zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden, nach anhaltenden erheblichen Zweifeln an der Täterschaft wurde der Prozess aber 2014 neu aufgerollt. Im Wiederaufnahmeverfahren wurde der Mann freigesprochen.

Die SPD-Fraktion im bayerischen Landtag kündigte an, den Fall ins Parlament zu bringen. In einem Dringlichkeitsantrag verlangen die Sozialdemokraten Auskunft darüber, ob Personalwechsel in den Sonderkommissionen der Kriminalpolizei dazu führten, dass Ermittlungsansätze nicht weiter verfolgt worden seien. Auch über Konsequenzen aus dem Fall für künftige Ermittlungsverfahren solle die CSU-Landesregierung berichten.

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