Sie sind hier: Home > Panorama > Kriminalität >

Was meint der Schütze von Dallas mit "RB"?

Blut an die Wand geschmiert  

Was meint der Schütze von Dallas mit "RB"?

11.07.2016, 13:51 Uhr | rtr, t-online.de

Was meint der Schütze von Dallas mit "RB"?. Dallas-Attentäter Micah Xavier Johnson - hier auf einer undatierten Aufnahme. (Quelle: dpa)

Dallas-Attentäter Micah Xavier Johnson - hier auf einer undatierten Aufnahme. (Quelle: dpa)

Bevor der offenbar von Wahnvorstellungen und Hass auf Weiße getriebene Schütze von Dallas selbst getötet wurde, schrieb er mit seinem eigenen Blut die Buchstaben "RB" an die Wand in seinem Hinterhalt. Doch was könnten die Kritzeleien von Micah Johnson bedeuten?

Laut dem britischen "Telegraph" gibt es zwei Theorien: Zum einen könnte sich Johnson mit  RB "Righteous Blood" (Gerechtes Blut) auf die Bibel bezogen haben. In Matthäus 23.35 heißt es: "Auf dass über euch komme all das gerechte Blut, das vergossen ist auf Erden, von dem Blut des gerechten Abel an bis auf das Blut des Zacharias, des Sohnes Berechja's, welchen ihr getötet habt zwischen dem Tempel und dem Altar."

Zum anderen könnte Johnson "RBG" (Red Blue Green) gemeint haben. RBG wird in den USA von den Black-Power-Organisationen verwendet und steht für die Panafrikanische Flagge. Diese Farben hatte er zuvor via Facebook gepostet.

Erneute Ausschreitungen

In den USA ist es bei anhaltenden Protesten gegen Polizeigewalt erneut zu Ausschreitungen gekommen. In mehreren Städten wurden zahlreiche Demonstranten festgenommen. Besonders angespannt war die Lage in Baton Rouge im US-Bundesstaat Louisiana. 

Allein hier wurden 48 Menschen in Gewahrsam genommen, wie örtliche Medien unter Berufung auf die Polizei berichteten. In St. Paul in Minnesota wurden am Samstag über 20 Polizisten verletzt, als Steine, Flaschen, Baumaterial und Feuerwerkskörper auf die Beamten geschleudert wurden. In den beiden Städten waren in der vergangenen Woche zwei Schwarze bei Polizeieinsätzen getötet worden. Kurz darauf hatte der Afroamerikaner in Dallas fünf Beamte erschossen.

Obama beschwört Einheit der Nation

Das Entsetzen über die Woche der Gewalt hat die Rassismus-Debatte in den USA angefacht, ein Schlaglicht auf Polizeigewalt geworfen und die politische Auseinandersetzung um eine Verschärfung des Waffenrechts angeheizt. Präsident Barack Obama beschwor die Einheit der Nation, bevor er seine Europa-Reise um einen Tag verkürzte und in die USA zurückkehrte. Am Dienstag wird er in Dallas erwartet.

Drei Länder geben aktuelle US-Reisewarnungen heraus

Wegen der jüngsten Entwicklungen gaben die Vereinigten Arabischen Emirate, der Golfstaat Bahrain und die Bahamas Reisewarnungen für die USA heraus. Sie mahnten ihre Bürger zu Vorsicht in Menschenansammlungen, die Bahamas auch im Umgang mit US-Polizisten. Die Mehrheit der Bewohner des Karibikstaates hat afrikanische Wurzeln.

Das Auswärtige Amt hat seine Empfehlungen im Internet seit Mai nicht aktualisiert und verweist weiterhin vor allem auf die Terrorwarnung der US-Behörden.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Sie können alles tragen, wenn Sie Sie sind
MY TRUE ME - Mode ab Größe 44
Anzeige
Jetzt bei der Telekom: Surfen mit bis zu 50 MBit/s!
z. B. mit MagentaZuhause M
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal