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Würzburg-Tweet: Shitstorm gegen Renate Künast - auch Polizei übt Kritik

Tweet nach Würzburg-Attacke  

Wendt wirft Künast "Klugscheißerei" vor

19.07.2016, 16:58 Uhr | dpa, ebs

Würzburg-Tweet: Shitstorm gegen Renate Künast - auch Polizei übt Kritik. Renate Künast hatte die tödlichen Schüsse auf den 17-jährigen Angreifer in einem Regionalzug infrage gestellt. (Quelle: imago images)

Renate Künast hatte die tödlichen Schüsse auf den 17-jährigen Angreifer in einem Regionalzug infrage gestellt. (Quelle: imago images)

Die Grünen-Politikerin Renate Künast hat nach der Axt- und Messerattacke in Würzburg die Polizei kritisiert und sich viel Ärger eingehandelt. Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, warf Künast "Klugscheißerei" vor.

Schon kurz nach dem Attentat eines 17-jährigen Afghanen, den die Polizei erschossen hat, hinterfragte die Vorsitzende des Rechtsausschusses im Bundestag das Vorgehen der Polizei.

Danach brach über Künast ein wahrer Shitstorm herein. Die Frage, warum sie den Täter zum Opfer mache, war noch das Harmlosere.

Auch die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) reagierte umgehend: "Wenn Polizisten in der Form angegriffen werden, werden sie sich nicht auf Kung Fu einlassen. Das endet dann bedauerlicherweise manchmal mit dem Tod des Täters, ist aber nicht zu ändern", sagte Wendt der "Saarbrücker Zeitung". 

Das Vorgehen der Polizisten werde nun von der Staatsanwaltschaft untersucht und dann werde ein Urteil gefällt. "Da brauchen wir die parlamentarischen Klugscheißer überhaupt nicht."

Bereits zuvor hatte auch die Gewerkschaft der Polizei (#GdP), Landesbezirk Berlin auf Twitter reagiert.

Die Polizei Oberbayern Süd hatte Künast am frühen Dienstagmorgen bereits auf Twitter geantwortet: "ein Tweet mit "????" ist zum jetzigen zeitpunkt nicht gerecht."

Künast will weiter Fragen stellen

Grünen-Politikerin Renate Künast will weiterhin Fragen zum Waffeneinsatz der Polizei stellen – trotz der Kritik an ihrem Kommentar nach der Axt-Attacke von Würzburg. "Fragen nach dem Einsatz der Waffen gehören aber dazu und ich werde sie weiter stellen", sagte die Bundestagsabgeordnete der Deutschen Presse-Agentur. Auch die Landeskriminalämter und die Justiz täten dies.

"Ein Tweet ist offenbar viel zu kurz, um auf so eine gewalttätige Attacke angemessen zu reagieren", sagte die Vorsitzende des Rechtsausschusses im Bundestag. Die von ihr ausgedrückte Sorge um die Verletzten ist ehrlich empfunden und sie hoffe, dass keine schlimmen Folgen für die Opfer entstünden. "Das steht im Vordergrund."

Der deutsche Rechtsstaat beweise und bewähre sich mit seiner Reaktion auch bei solchen Taten. "Dazu gehören immer die Aufklärung der Hintergründe einer Tat, genauso wie die Ermittlungen nach jedem Einsatz von Schusswaffen, so wie es in Bayern jetzt auch geschieht."

Korrekter Einsatz der Schusswaffe müsse immer aufgeklärt werden

Man müsse damit umgehen, dass einerseits ein Täter gestoppt werden müsse, andererseits danach der konkrete Einsatz der Schusswaffe aufgeklärt werde, sagte Künast. "Auch deshalb gehört der Job des Polizisten zu den schwierigsten und ich habe großen Respekt davor."

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