Sie sind hier: Home > Panorama > Kriminalität >

Axt-Attentat in Zug bei Würzburg: Was wir wissen - und was nicht

Bluttat in Zug bei Würzburg  

Was wir wissen - und was nicht

19.07.2016, 19:05 Uhr | dpa

Axt-Attentat in Zug bei Würzburg: Was wir wissen - und was nicht. Der Zug, in dem ein 17-jähriger Afghane ein Blutbad angerichtet hat. (Quelle: dpa)

Der Zug, in dem ein 17-jähriger Afghane ein Blutbad angerichtet hat. (Quelle: dpa)

Ein 17-jähriger Afghane attackiert in einem Zug in der Nähe von Würzburg wahllos Menschen mit Axt und Messer. Fünf Passagiere werden schwer verletzt, zwei von ihnen schweben noch in Lebensgefahr. Wer war der Täter, der von der Polizei erschossen wurde? Kennt man seine Motive? Was ist mit Verbindungen zum Terrorismus? Eine Übersicht.

Was wir wissen:

  • Der Täter war ein 17-jähriger Afghane, der den Ermittlungen zufolge vor etwa zwei Jahren als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling nach Deutschland gekommen war.
  • Seit dem vergangenem Jahr war er als Asylbewerber registriert. Seit März war er in einem Heim im Landkreis Würzburg untergebracht, die vergangenen zwei Wochen lebte er in einer Pflegefamilie.
  • Der 17-Jährige machte nach Angaben des bayerischen Sozialministeriums ein Praktikum mit der Aussicht auf eine Lehrstelle.
  • Der Täter soll am Montagabend gegen 20 Uhr seine Pflegefamilie verlassen haben. Nach ersten Erkenntnissen ist er in Ochsenfurt in den Zug gestiegen und hat dann "sehr schnell" Fahrgäste attackiert.
  • Der Jugendliche hat sich nach derzeitigem Kenntnisstand seine Opfer zufällig ausgesucht.
  • In dem Regionalzug wurden Mitglieder einer Familie aus Hongkong verletzt, die Urlaub in Deutschland machte. Auf seiner Flucht verletzte der Täter zudem eine Passantin. Mehrere Menschen im Zug erlitten einen Schock. Zwei der Verletzten schweben laut Würzburger Uniklinik noch in Lebensgefahr.

Was wir nicht wissen:

  • Stand der 17-Jährige in Verbindung mit der Terrormiliz Islamischer Staat? Ermittler fanden bei der Durchsuchung der Wohnung eine handgemalte IS-Fahne. Zudem hat der IS die Tat für sich beansprucht. Mittlerweile gehen die Ermittlungsbehörden von einer "politisch motivierten" Gewalttat aus.
  • Der Täter hat möglicherweise einen Abschiedsbrief hinterlassen. Es gebe ein Schriftstück, das nach erster Durchsicht als "Abschiedstext an den Vater" interpretiert werden könnte, sagte der bayrische Innenminister Joachim Herrmann. Der Inhalt ist bislang unbekannt.
  • Warum haben Einsatzkräfte den jungen Mann erschossen? Weil der Täter mit Axt und Messer die Polizisten angriff, blieb laut Polizeigewerkschaft nur der Schusswaffengebrauch. Das Landeskriminalamt hat dazu interne Ermittlungen aufgenommen, ein üblicher Vorgang beim Schusswaffengebrauch von Beamten.
  • Das IS-Sprachrohr Amak hat ein Video verbreitet, das den Angreifer aus dem Regionalzug bei Würzburg vor dem Attentat zeigen soll. Darin kündigt dieser einen Terrorangriff an. Es ist aber noch nicht sicher, ob das Video authentisch ist.

 (Quelle: dpa) (Quelle: dpa)

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal