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Schweiz: Sieben Verletzte bei Angriff auf Fahrgäste in Zug

Angriff in Schweizer Zug  

Sieben Verletzte bei Attacke auf Fahrgäste

13.08.2016, 22:22 Uhr | AFP, dpa, t-online.de

Schweiz: Sieben Verletzte bei Angriff auf Fahrgäste in Zug. In einer Schweizer Regionalbahn kam es zu einem brutalen Angriff auf mehrere Passagiere. (Quelle: Symbolbild: Keystone/ Gaetan Bally)

In einer Schweizer Regionalbahn kam es zu einem brutalen Angriff auf mehrere Passagiere. (Quelle: Symbolbild: Keystone/ Gaetan Bally)

Bei einem bewaffneten Angriff in einem Schweizer Zug soll es mindestens sieben Verletzte gegeben haben. Ein mit einem Messer und einer brennbaren Flüssigkeit bewaffneter Mann (27) habe sechs Menschen angegriffen und zum Teil verletzt.

Nach Angaben der Polizei setzte der 27-Jährige einen Waggon in Brand und stach auf mehrere Passagiere ein. Unter den Verletzten war demnach auch ein sechsjähriges Kind. 

Die Attacke ereignete sich, als der Zug im Osten des Landes an der Grenze zu Liechtenstein unterwegs war, wie die Polizei des Kantons St. Gallen weiter mitteilte. Kurz vor dem Bahnhof Salez auf der Strecke zwischen Buchs und Sennwald kam es zu dem Angriff. Der Bahnhof wurde gesperrt, Polizei und Rettungskräfte waren vor Ort. Auch drei Rettungshubschrauber waren im Einsatz. Im Zug befanden sich zum Zeitpunkt der Attacke mehrere Dutzend Fahrgäste.

Frau in Brand gesteckt

Der 27-Jährige habe mit der Flüssigkeit eine Frau in Brand gesteckt. Unter den Verletzten seien neben dem Kind ein 17- und ein 50-jähriger Mann sowie drei Frauen im Alter von 17, 34 und 43 Jahren. Auch der Angreifer selbst wurde verletzt. Die sechs Fahrgäste wurden in ein Krankenhaus eingeliefert.

Der Angreifer selbst sowie eine der Frauen seien "sehr schwer verletzt", sagte der Polizeisprecher Hanspeter Kruesi. Niemand habe den Angreifer überwältigt, dieser habe sich in den von ihm selbst entzündeten Feuer verletzt. Die Staatsanwaltschaft St. Gallen leitete Ermittlungen ein.

Der Lokführer hatte wegen des Brandalarms den Zug im nahen Bahnhof gestoppt. Dadurch seien die Einsatzkräfte sehr schnell am Tatort gewesen, sagte der Polizeisprecher weiter.

Erinnerungen an Anschlag von Würzburg

Es gebe derzeit keine Hinweise auf eine terroristische Tat, hieß es. Als Motiv könnten Beziehungsprobleme nicht ausgeschlossen werden, sagte ein Polizeisprecher gegenüber "Welt.de". Die Ermittlungen dauerten an.

Der Vorfall weckt Erinnerungen an den Anschlag von Würzburg vom 18. Juli. Dort hatte ein 17-jähriger Flüchtling in einem Regionalzug mehrere Menschen mit einer Axt und einem Messer schwer verletzt - darunter eine Touristenfamilie aus Hongkong. In einem Video bekannte er sich zur Terrormiliz IS. Spezialkräfte der Polizei erschossen den jungen Mann kurz nach der Tat.

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