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Schüsse an Grundschule in den USA: Jugendlicher erschießt Vater

USA: Schüler und Lehrerin verletzt  

Jugendlicher erschießt Vater und eröffnet Feuer an Schule

29.09.2016, 10:40 Uhr | dpa, AP

Schüsse an Grundschule in den USA: Jugendlicher erschießt Vater . School Shooting (Quelle: AP/dpa)

Polizeieinsatz an der Grundschule in Townville. (Quelle: AP/dpa)

Ein Teenager hat im US-Staat South Carolina seinen Vater erschossen und kurz darauf an einer Grundschule das Feuer eröffnet. Dabei sind zwei Schüler und ein Lehrerin verletzt worden, wie die Behörden mitteilten. Alle anderen Schüler sind unverletzt.

Die Bluttat trug sich in der Ortschaft Townville im Bezirk Anderson zu. Laut Sheriff John Skipper habe der Schütze vor der Townville-Grundschule geparkt und habe unmittelbar nach dem Aussteigen um sich geschossen und sich dem Gebäude genähert. Ein Feuerwehrmann konnte den Jugendlichen jedoch am Betreten der Schule hindern. 

Einem der Schüler soll er nach Polizeiangaben ins Bein, dem anderen in den Fuß geschossen haben. Die Lehrerin wurde an der Schulter getroffen. Sie und einer der Schüler wurden noch am Abend aus dem Krankenhaus entlassen, wie eine Kliniksprecherin sagte. Der andere liege allerdings noch in kritischem Zustand in der Klinik.

Vater tot in der Wohnung gefunden

Zuvor habe der Täter weinend und aufgebracht seine Großeltern angerufen, die ihn jedoch nicht verstanden hätten, sagte der örtliche Untersuchungsrichter Greg Shore. Daraufhin seien sie zum etwa 90 Meter entfernten Haus des Teenagers gegangen, wo sie dessen 47-jährigen Vater erschossen aufgefunden hätten. Die Mutter war nach Behördenangaben zu dem Zeitpunkt auf der Arbeit.

Die Schießerei an der Schule löste einen Polizeigroßeinsatz aus. Auf TV-Bildern war zu sehen, wie Beamte nach ersten Berichten über einen Schützen in die Schule einrückten. Einige Polizisten gingen auf dem Dach in Position, andere liefen um das Gebäude herum. Schüler wurden mit Bussen weggefahren, begleitet von Polizeiautos. Alle Straßen zur Schule wurden gesperrt. Die Schule liegt in einem ländlichen Gebiet in der Nähe des Lake Hartwell, nahe der Grenze zum Staat Georgia.

Der Fernsehsender WYFF berichtete, Hubschrauber seien bei der Schule gelandet. Schüler seien in einer nahen Kirche in Sicherheit gebracht worden, wo sie von ihren besorgten Eltern in Empfang genommen wurden. "Das hier ist auf dem Land", sagte Brandi Pierce, eine Mutter eines Sechstklässlers, der Nachrichtenagentur AP weinend. "So etwas hat man auf dem Land nicht. Das existiert hier einfach nicht", sagte sie.

Kein terroristischer Hintergrund

Das Motiv des Teenagers ist noch unklar. Dieser sei zu Hause unterrichtet worden, sagte der Sheriff. Warum er die Schüler und die Lehrerin ins Visier nahm, sei unklar. Ethnische Spannungen oder Terrorismus schloss Polizeichef Garland Major indes aus. Die Behörden seien sich auch sicher, dass der Verdächtige allein gehandelt habe.

Zum Alter des Schützen machten die Behörden keine Angaben. Doch meldete das Blatt "Anderson Independent-Mail" unter Berufung auf Vize-Sheriff Keith Smith, dass der mutmaßliche Täter 14 Jahre alt sei und daher als Minderjähriger angeklagt werden könnte.

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