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Bautzen: Machten Rechtsextreme "Hetzjagd" auf Flüchtlinge?

Polizei spielt Vorfälle herunter  

Erneut Flüchtlinge in Bautzen angegriffen

02.11.2016, 13:52 Uhr | AFP, t-online.de

Bautzen: Machten Rechtsextreme "Hetzjagd" auf Flüchtlinge?. Polizisten nehmen einen rechtsradikalen Demonstranten in Bautzen im Oktober 2016 fest. (Quelle: dpa)

Polizisten nehmen einen rechtsradikalen Demonstranten in Bautzen im Oktober 2016 fest. (Quelle: dpa)

Erneut hat es im sächsischen Bautzen Auseinandersetzungen auf offener Straße zwischen Rechtsextremen und Asylbewerbern gegeben. "Zeit Online" berichtet von einer "Hetzjagd" auf Flüchtlinge, die Polizei dementiert das.

Wie die Polizei erklärte, wurde eine Gruppe aus zwei deutschen Frauen und drei jungen Asylbewerbern laut Zeugen am Vorabend aus einer etwa achtköpfigen Gruppe rechtsradikaler Männer heraus bedroht. Demnach zielten zwei Männer "mit einem pistolenähnlichen Gegenstand in Richtung der Asylbewerber" und verließen dann den Schauplatz.

Die Polizei startete nach eigenen Angaben eine umfangreiche Fahndung und stellte zahlreiche Personalien fest. Konkrete Tatverdächtige seien allerdings nicht ermittelt worden. Die Ermittlungen dauern demnach an.

Wie die Polizei weiter erklärte, griff Zeugen zufolge andernorts ein betrunkener 20-jähriger Libyer einen 19-jährigen Deutschen an. Der Asylbewerber sei polizeilich bekannt und festgenommen worden. Er sei in Begleitung zweier weiterer Asylbewerber gewesen.

Mit Schreckschusswaffe und Drogen erwischt 

Diese wurden den Angaben zufolge anschließend aus einer zehn- bis 15-köpfigen Gruppe heraus angegriffen und unter anderem mit Steinen beworfen. Die Polizei konnte die Gruppe demnach auflösen und vier verdächtige Deutsche im Alter von 19 bis 28 Jahren identifizieren.

Später in der Nacht gab zudem ein 39-jähriger Asylbewerber an, mit einem pistolenähnlichen Gegenstand bedroht worden zu sein. Beamte stellten kurz darauf einen tatverdächtigen Deutschen mit einer Schreckschusswaffe. Der 29-Jährige hatte zudem Drogen bei sich.

Polizei dementiert "Hetzjagd" 

Die Polizei war nach eigenen Angaben bis in die Nacht hinein verstärkt im Einsatz. Sie betonte, dass "eine Hetzjagd, wie Medien bereits berichteten, nach bisherigen polizeilichen Erkenntnissen nicht stattgefunden" habe. Die Ermittlungen dauerten an.

In Bautzen waren im September seit Längerem schwelende Spannungen zwischen jungen Asylsuchenden und Rechtsradikalen eskaliert. Zwischen rund 20 Ausländern und etwa 80 Einheimischen, zum Großteil aus dem rechten Spektrum, gab es Übergriffe.

Vorübergehend galten daraufhin eine abendliche Ausgangssperre und ein Alkoholverbot für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Zudem wurde in der Innenstadt ein sogenannter Kontrollbereich eingerichtet, in dem die Polizei ohne Grund kontrollieren durfte.

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