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Mordfall Freiburg: Verdächtiger im Gefängniskrankenhaus

Mord in Freiburg  

Tatverdächtiger in Gefängniskrankenhaus verlegt

14.12.2016, 18:18 Uhr | dpa

Mordfall Freiburg: Verdächtiger im Gefängniskrankenhaus. Blumen und Kerzen erinnern am Nikolaustag unweit des Tatorts an die ermordete Studentin Maria L. (Quelle: Reuters)

Blumen und Kerzen erinnern am Nikolaustag unweit des Tatorts an die ermordete Studentin Maria L. (Quelle: Reuters)

Der Tatverdächtige im Mordfall einer Studentin in Freiburg ist von der Haftanstalt in ein Gefängniskrankenhaus verlegt worden. Er befindet sich nun in Hohenasperg bei Ludwigsburg. Dort werden Gefangene speziell betreut und auch medizinisch versorgt.

Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet. Der Gefangene werde wegen möglicher Suizidgefahr rund um die Uhr bewacht. Er war vor knapp zwei Wochen festgenommen worden.

Ihm wird zur Last gelegt, Mitte Oktober die 19 Jahre alte Studentin Maria L. in Freiburg vergewaltigt und ermordet zu haben. Zudem geht die Polizei Hinweisen nach, wonach der Tatverdächtige im Jahr 2013 auf der griechischen Insel Korfu eine 20-jährige Studentin überfallen und eine Steilküste hinabgeworfen haben soll. Das Opfer habe schwer verletzt überlebt. soll. Das Bundesinnenministerium wartet derzeit auf eine Antwort der griechischen Behörden.

Eine griechische Anwältin hatte den Mann als ihren ehemaligen Mandanten identifiziert. "Ja, das ist der junge Mann, den ich 2013 verteidigt habe. Ich habe keine Zweifel", sagte die Rechtsanwältin Maria-Eleni Nikopoulou.

Nur eineinhalb von zehn Jahren Strafe verbüßt

Wie Nikopoulou weiter sagte, wurde der Angeklagte 2014 zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Nach etwa eineinhalb Jahren sei er nach einem Beschluss der Justiz unter Auflagen freigelassen worden. "Wie er nach Deutschland kam, kann ich nicht sagen", so die Anwältin.

Wie der "Spiegel" berichtet, haben griechische Stellen bestätigt, dass ein Mann mit dem Namen Hussein K. vor zwei Jahren für den Angriff auf eine 20-Jährige verurteilt wurde. K. soll allerdings bereits im Oktober 2015 unter Auflagen entlassen worden sein. Seiner Verpflichtung, sich regelmäßig zu melden kam er jedoch nicht nach.

Tatverdächtiger reiste ohne Pass

Der im Mordfall Maria verdächtige, aus Afghanistan stammende Flüchtling ist nach Erkenntnissen deutscher Behörden im November 2015 ohne Pass von Griechenland über Österreich nach Deutschland eingereist. Man müsse auf Angaben des Verdächtigen zu seinem Alter vertrauen, "insbesondere wenn keine Personaldokumente mitgeführt und dementsprechend auch nicht vorgelegt wurden", so ein Sprecher des Bundesinnenministeriums.

Der Mann gibt an, 17 Jahre alt zu sein. Wie zuerst der "Stern" berichtete, soll sich der Flüchtling schon im Jahr 2013 in Griechenland als 17-Jähriger ausgegeben haben.

Nicht zur Fahndung ausgeschrieben

"Wir haben auch unseren Verbindungsbeamten in Athen gebeten, unmittelbar auf die griechischen Behörden zuzugehen, um hier Klarheit zu erhalten", sagte der Sprecher. Man wisse bisher aus Angaben des Verdächtigen, dass er über Österreich eingereist sei und einen Asylantrag gestellt habe. "Das war der 12. November 2015."

Der junge Mann sei "vollständig erkennungsdienstlich behandelt" worden, beim Prüfvorgang habe es keinen Treffer gegeben. Der Asylbewerber sei "weder bei Interpol noch im Schengener Informationssystem zur Fahndung ausgeschrieben" gewesen.

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