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Mordfall Freiburg: Thomas De Maizière kritisiert griechische Behörden

Freiburger Mordfall  

"Sehr ärgerlich": De Maizière kritisiert griechische Behörden

15.12.2016, 12:44 Uhr | dpa

Mordfall Freiburg: Thomas De Maizière kritisiert griechische Behörden. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) bei einer Pressekonferenz in Berlin. (Quelle: dpa)

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) bei einer Pressekonferenz in Berlin. (Quelle: dpa)

Der Verdächtige im Freiburger Mordfall ist bereits in Griechenland wegen versuchten Mordes verurteilt worden. "Gestern Abend haben ihn die griechischen Behörden anhand der von Deutschland übermittelten Fingerabdrücke eindeutig identifiziert", sagte Innenminister Thomas de Maizière in Berlin. Gleichzeitig warf er den griechischen Behörden schwere Versäumnisse vor.

Dem Flüchtling aus Afghanistan wird zur Last gelegt, Mitte Oktober eine 19 Jahre alte Studentin in Freiburg vergewaltigt und ermordet zu haben. Nach Angaben de Maizières wurde Hussein K. bereits am 26. Mai 2013 in Griechenland wegen eines versuchten vorsätzlichen Tötungsdelikts und Raubes in Griechenland zu zehn Jahren Haft verurteilt. Am 30. Oktober 2015 sei er unter Meldeauflagen auf Bewährung entlassen worden.

De Maizière: "Sehr ärgerlicher Vorgang"

Anschließend hätten ihn die griechischen Behörden zur nationalen Fahndung ausgeschrieben, sagte de Maizière. Eine internationale Fahndung sei aber nicht eingeleitet worden. "Ansonsten wäre der Tatverdächtige bei einer ordnungsmäßigen Kontrolle durch die deutschen Sicherheitsbehörden in verschiedenen Stufen aufgefallen", sagte de Maizière.

"Das ist ein sehr ärgerlicher Vorgang. Wir werden das sicherlich mit der griechischen Seite auch zu besprechen haben."

Griechen wehren sich

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) sprach von einem "eklatanten Versagen" griechischer Behörden. Da diese die Daten des flüchtigen Afghanen nicht in das Schengener Informationssystem (SIS) eintragen ließen, konnten ihn die deutschen Behörden nicht als gesuchten Straftäter identifizieren, als er im November 2015 auf dem Bundespolizei-Revier Freiburg Asyl beantragte. "Hätten die Griechen ihn zur internationalen Fahndung ausgeschrieben, wäre er uns auch aufgefallen", sagte BDK-Chef André Schulz der "Bild".

Auch der SPD-Innenexperte Burkhard Lischka kritisierte das Verhalten der griechischen Stellen. Sollte sich der Sachverhalt so bestätigen, "stellt sich vor allem die Frage, wieso ein verurteilter schwerer Gewalttäter bereits nach so kurzer Zeit aus der Haft entlassen wird und dann auch noch das Land verlassen kann", sagte Lischka der "Rheinischen Post". Den griechischen Behörden müsse man dann Vorsatz unterstellen.

Derartige Vorwürfe lässt die griechische Seite nicht gelten. "Die Freilassung war legitim und völlig gesetzeskonform", sagte der Generalsekretär des griechischen Justizministeriums, Eftyxis Fytrakis, der "Bild"-Zeitung: "Sein Betragen war exzellent. Er besuchte die Schule in der 6. und 7. Klasse, leistete 581 Tage freiwillige Arbeit ab."

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