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Neuruppin: Schlachthof wegen Tierquälerei geschlossen

Schweine brutal misshandelt?  

Verdacht auf Tierquälerei – Bio-Schlachthof geschlossen

07.01.2021, 18:42 Uhr | dpa, joh

Erschreckende Zustände in Bio-Schlachthof enthüllt – Supermarktkette betroffen

Schwere Vorwürfe belasten derzeit einen Betrieb der Schlachthofgruppe Färber. Videoaufnahmen, die t-online zugespielt wurden, zeigen, wie Mitarbeiter Schweine brutal mit Harken schlagen, treten und falsch betäuben. (Quelle: t-online)

Brutale Tierquälerei: Diese Videoaufnahmen, die t-online zugespielt wurden, zeigen die erschreckenden Zustände in dem Bio-Schlachthof. (Quelle: t-online)


Eine Tierschutzorganisation filmt heimlich Tierquälerei in einem Bio-Schlachthof in Brandenburg. Die beteiligten Mitarbeiter werden entlassen. Nun schließt er vorläufig sogar ganz.

Nach dem Bekanntwerden von staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen wegen Tierquälerei ist der Schlachthof in Neuruppin vom Unternehmen vorerst geschlossen worden. Das Unternehmen habe dem Veterinäramt mitgeteilt, dass im Januar keine Schlachtungen mehr vorgenommen würden, teilte die Landkreisverwaltung Ostprignitz-Ruppin am Donnerstag mit. Die Geschäftsleitung des Unternehmens äußerte sich auf Anfrage nicht zu der Schließung.

Heimlich Video gedreht

Das Deutsche Tierschutzbüro hatte das Unternehmen bei dem Amt und der Staatsanwaltschaft angezeigt und heimlich erstellte Videoaufnahmen vorgelegt. Darauf war nach Angaben des Tierschutzbüros zu sehen, dass Schweine vor der Schlachtung brutal misshandelt und unsachgemäß betäubt wurden. Die entsprechenden Aufnahmen sehen Sie oben oder hier. Das Veterinäramt hatte daraufhin zwei Mitarbeitern die Erlaubnis zur Tätigkeit entzogen. Die Staatsanwaltschaft bestätigte am Mittwoch, dass ein Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz gegen Verantwortliche des Unternehmens laufe.

Die Geschäftsleitung hatte dazu erklärt, sie habe die verantwortlichen Mitarbeiter entlassen und gegen sie Strafanzeigen gestellt. Zudem sollten die Arbeitsabläufe so verändert werden, dass solche Verstöße nicht mehr vorkommen könnten. So solle im Bereich der Schlachtung eine Videoüberwachung installiert und die "Betäubeaufzeichnung" erneuert werden. 

Der Schlachthof ist dem Unternehmen zufolge mit dem EU-Biosiegel und dem QS-Prüfzeichen für frische Lebensmittel zertifiziert, berichtet der RBB.

Verwendete Quellen:

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