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Israel-Gaza | Bericht: Israels Armee tötet wohl Schänder von Shani Louk


Hat die israelische Armee einen der Schänder von Shani Louk getötet?

Von t-online, dpa, ts, mk, jcz, fho

Aktualisiert am 16.11.2023Lesedauer: 3 Min.
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Shani Louk (links) auf einem Instagram-Foto und ihre Mutter Ricarda: Nun ist klar, die junge Frau ist tot. (Quelle: dpa)
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Die deutsche Hamas-Geisel Shani Louk ist tot. Das bestätigte unter anderem ihre Mutter. Jetzt soll einer ihrer Schänder getötet worden sein.

Shani Louk, eine der entführten deutschen Geiseln der Hamas, ist tot. Das berichtet die Mutter der 22-Jährigen, Ricarda Louk, den Sendern RTL/n-tv sowie der Nachrichtenagentur dpa. "Leider haben wir gestern die Nachricht bekommen, dass meine Tochter nicht mehr am Leben ist", sagte Ricarda Louk RTL/n-tv. Das habe ihr das israelische Militär mitgeteilt. Eine zusätzliche Bestätigung kam vom israelischen Militär. Man habe Louks Leichnam gefunden und identifiziert.

Der israelische Staatspräsident Jitzchak Herzog sagte der "Bild": "Es tut mir wirklich leid, berichten zu müssen, dass wir jetzt die Nachricht erhalten haben, dass Shani Nicole Louk als ermordet und tot bestätigt wurde. Man hat ihren Schädel gefunden." Weiter sagte er: "Das bedeutet, dass diese barbarischen, sadistischen Tiere ihr einfach den Kopf abgehackt haben, als sie Israelis angriffen, folterten und töteten. Es ist eine große Tragödie, und ich spreche ihrer Familie mein tiefes Beileid aus."

Kurz nachdem Bekanntwerden von Shani Louks Entführung, tauchten Bilder und Videos auf, die zeigen wie Hamas-Terroristen ihren scheinbar leblosen Körper auf einem Pick-up-Truck präsentieren.

Einer dieser Terroristen soll nun von der israelischen Armee getötet worden sein. Das teilte der bekannte US-Rabbiner Shmuley Boteach auf der Plattform X, vormals Twitter, mit. Demnach habe ihm die Mutter von Shani berichtet, dass sie von der israelischen Armee erfahren habe, dass einer der Terroristen aufgespürt und getötet worden sei.

40 weitere Leichen gefunden

Laut "Bild" wurden bislang insgesamt 40 weitere Leichen gefunden, die bisher nicht identifiziert werden konnten. Diese seien laut Herzog auf grauenvollste Art und Weise misshandelt, verbrannt oder zerstückelt worden.

Ricarda Louk sagte der dpa, man habe einen Splitter des Schädelknochens ihrer Tochter gefunden und daran eine DNA-Probe gemacht. Das erforderliche Vergleichsmaterial hätten die Eltern schon vor längerer Zeit zur Verfügung gestellt. Die Mutter geht davon aus, dass ihre Tochter bereits seit dem 7. Oktober tot ist – möglicherweise sei sie bei dem Terrorüberfall durch einen Schuss in den Schädel getötet worden.

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Shani Louk war nach dem Angriff der palästinensischen Terrororganisation auf ein Musikfestival im Süden Israels nach Gaza verschleppt worden. Bilder und Videos, die im Internet kursierten, zeigten demnach den Körper der jungen Frau auf einem Pick-up. Zunächst ging Shani Louks Familie, von der ein Teil in Baden-Württemberg lebt, davon aus, dass die junge Frau schwer verletzt wurde, aber am Leben war und sich im Gazastreifen befand. Dort soll sie zunächst in einem Krankenhaus behandelt worden sein.

Video | Hamas-Terroristen richten Massaker auf Musikfestival an
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Quelle: Reuters

Vor wenigen Tagen hatten die Angehörigen deutscher Hamas-Geiseln mit einer Protestaktion vor der deutschen Botschaft in Tel Aviv an das Schicksal der Vermissten erinnert. Auch Shani Louks Partner Orión Hernández Radoux wird vermisst, lesen Sie hier mehr dazu.

Shani wollte die Welt bereisen

Shani sei ein "lebensfrohes, weltoffenes" Mädchen gewesen, erzählte die Mutter t-online-Reporter Daniel Mützel in Israel. Sie wollte sich als Tattookünstlerin ein eigenes Leben aufbauen und die Welt bereisen. Sie erinnert sich noch an den Tag des Angriffs, den Tag, als ihre Tochter verschwand. Als sie den Raketenalarm gehört habe, habe sie ihre jüngste Tochter gebeten, Shani anzurufen. Shani war in Panik und habe gesagt, sie und ihr Freund würden versuchen, in einen nahegelegenen Schutzraum zu kommen. Das war das letzte Mal, dass die Familie etwas von Shani hörte.

Von der israelischen Politik fühle sie sich alleingelassen, so die Mutter, sie bekomme nicht die Hilfe, die sie gerade brauche, denn: "Der israelische Staat funktioniert gerade nicht". Darum wandte sie sich in dem Gespräch direkt an den deutschen Bundeskanzler: "Herr Scholz, bringen Sie mir meine Shani zurück." Den ganzen Bericht lesen Sie hier.

Hamas-Terroristen hatten am 7. Oktober ein Massaker unter israelischen Zivilisten angerichtet. Sie töteten mehr als 1.400 Menschen und verschleppten mehr als 230 weitere in den Gazastreifen, darunter auch Deutsche. Das Auswärtige Amt spricht weiterhin von insgesamt acht Vermisstenfällen deutscher Staatsbürger, wobei ein Fall auch mehrere Familienmitglieder einschließen könne. Die genaue Zahl nennt die Regierung nicht.

Verwendete Quellen
  • bild.de: "Israels Präsident Herzog über ermordete Shani: Diese Tiere haben ihr den Kopf abgehackt"
  • ntv.de: "Mutter: Shani Louk ist tot"
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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