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Frauenzeitschrift "Emma": Lisa Ortgies beerbt Alice Schwarzer

"Emma" bekommt neues Gesicht  

Lisa Ortgies beerbt Alice Schwarzer als Chefredakteurin

07.12.2007, 13:59 Uhr | dpa, AFP

Vor 30 Jahren gründete Alice Schwarzer die "Emma" (Quelle: ddp) Alice Schwarzer zieht sich als Chefredakteurin der von ihr gegründeten feministischen Zeitschrift "Emma" zurück. Schwarzer kündigte am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung "Johannes B. Kerner" an, Anfang nächsten Jahres die Position abzugeben.

Die Neue bleibt vorerst geheim
Eine Nachfolgerin hat Schwarzer bereits ausgewählt, am Freitag wurde sie auch bekannt: Es ist die Journalistin Lisa Ortgies. Sie passt auf den ersten Blick nicht in das Bild einer kämpferisch aufgelegten Feministin: sie ist verheiratet mit einem Unternehmensberater und Mutter von zwei Kindern.

Moderatorin von WDR-Sendung "frau TV"
Aber bei näherem Hinsehen wird klar, dass die 41-Jährige für ihren neuen Job prädestiniert ist. Die Journalistin schrieb bereits Kolumnen für "Emma", moderiert gegenwärtig noch das WDR-Magazin "frau tv" und schrieb das Buch "Pinkeln im Stau", eine Art Überlebenstrainer für Frauen in schwierigen Situationen. Die designierte Chefredakteurin sei eine "temperamentvolle" Frau, die sich mit dem "Emma"-Team sehr gut verstehen werde, sagt Alice Schwarzer über sie.

Lisa Ortgies moderiert aktuell noch "frau tv" im WDR (Foto: dpa)Lisa Ortgies moderiert aktuell noch "frau tv" im WDR (Foto: dpa) Ausbildung an renommierter Journalistenschule
Lisa Ortgies' ersten beruflichen Gehversuche ließen noch nicht erahnen, dass sie einmal die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer in ihrer Funktion als "Emma"-Chefredakteurin beerben würde. Geboren in Quakenbrück in Niedersachsen, ging sie als Au-pair-Mädchen in die USA, der Liebe wegen nach Paris, arbeitete als Stewardess, bevor sie ein Studium der Psychologie aufnahm - Kontakte zur Asta-Frauengruppe inbegriffen. 1994 hängte Ortgies ihr Studium an den Nagel und begann eine Journalisten-Ausbildung an der Hamburger Henri-Nannen-Schule.

Schluss mit TV für Ortgies
Trotz fundierter Ausbildung gelangte Ortgies lediglich zufällig zum Medium Fernsehen: Weil beim privaten Stadtsender "Hamburg 1" die Schwangerschaftsvertretung der Nachrichten-Moderatorin ausfiel, nahm die blondgelockte junge Frau auf dem Stuhl des Nachrichten-Anchors Platz. Es dauerte nicht lange, bis der Westdeutsche Rundfunk auf sie aufmerksam wurde. 1997 übernahm sie "frau tv" - zunächst an der Seite von Inge von Bönninghausen, seit 1999 alleine. Anfang nächsten Jahres wird damit Schluss sein, denn der WDR hält ihre neue Funktion mit der Moderation von "frau tv" für "nicht vereinbar".

Schwarzer bleibt Herausgeberin
Schwarzer, die "Emma" vor rund 30 Jahren gegründet hatte, will der in Köln erscheinenden Zeitschrift aber erhalten bleiben und weiter für das Blatt schreiben. Außerdem bleibt sie die Herausgeberin des Blattes.

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