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Claus Kleber soll "Spiegel"-Chefredakteur werden

ZDF bald ohne Nachrichtenchef  

Claus Kleber soll "Spiegel"-Chefredakteur werden

07.12.2007, 15:38 Uhr | t-online.de

ZDF-Nachrichtenchef Claus Kleber (Foto: Allstar)ZDF-Nachrichtenchef Claus Kleber (Foto: Allstar) Das ZDF muss sich bald einen neuen Nachrichtenchef suchen, denn der „Spiegel" hat nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" einen neuen Chefredakteur gefunden. Und zwar einen, den nur Insider auf der Rechnung hatten. Aller Voraussicht nach wird die Redaktion des „Spiegel" künftig von Claus Kleber geführt.

Stellvertreter kommt von "Spiegel Online"
Kleber ist seit 2003 Redaktionsleiter und Moderator des „heute-journal". Sein Stellvertreter soll Matthias Müller von Blumencron werden, der bisherige Chefredakteur von „Spiegel Online". In derselben Position verbleibt Martin Doerry, daneben soll es noch einen dritten Stellvertreter geben. Als heißer Kandidat hatten am Anfang auch der Chefredakteur der „Frankfurter Rundschau", Uwe Vorkötter und der Zeit-Chefredakteur .

Foto-Serie Claus Kleber
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Augstein Erben wohl nicht einverstanden
Auf diese Personalien haben sich die beiden Hauptgesellschafter des „Spiegel", die Mitarbeiter KG (50,5 Prozent), und der Verlag Gruner + Jahr (25,5 Prozent) am Freitag Nachmittag verständigt. Die Erben des Magazingründers Rudolf Augstein sollen die Entscheidung dem Vernehmen nach nicht mittragen.

"Spiegel braucht Modernisierungsschub"
Mitte November war bekannt geworden, dass der Vertrag des noch amtierenden "Spiegel"-Chefredakteurs Stefan Aust nicht verlängert wird. Der Vertrag des 61-Jährigen endet am 31. Dezember 2008. "Wir sind der Meinung, dass der "Spiegel" einen Modernisierungsschub braucht", sagte der Geschäftsführer der Mitarbeiter KG, Armin Mahler. "Wir wollen mehr junge Leute an das Blatt binden. Dazu braucht es eine frische, neue Kraft."

Auch Aust war umstritten
Im Januar hatte Aust betont, er würde gern weitermachen. "Ich verstehe mich als Vertreter der Redaktion. Solange die Gesellschafter mich nicht rausschmeißen, ist die Redaktion unabhängig", sagte er damals dem "Tagesspiegel am Sonntag". Der Journalist Aust leitet seit fast 13 Jahren das Nachrichtenmagazin. Er war und ist in seiner Position nicht unumstritten. Schon seine Berufung zum Chefredakteur hatte in der Redaktion Widerstand ausgelöst. Herausgeber Rudolf Augstein (1923-2002) setzte ihn am 16. Dezember 1994 aber durch.

Gesicht von "Spiegel TV"
Das Magazin verkauft mehr als eine Million Exemplare wöchentlich. Laut dem Online-Medienmagazin "DWDL.de" gab es in diesem Jahr diverse Querelen innerhalb des "Spiegel"-Verlags. Kritik gab es vor allem am Führungsstil des Chefredakteurs. Zudem galt Aust als Gegner der Umstrukturierung der Fernsehtochter "Spiegel TV". Mit dem Fernsehformat machte er sich auch vor der Kamera einen Namen. Im Sommer 2007 wurde er Herausgeber von "Spiegel TV".

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