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Claus Kleber wechselt nicht zum "Spiegel"

Kein Wechsel zum "Spiegel"  

Claus Kleber bleibt dem ZDF treu

12.12.2007, 19:33 Uhr | dpa

Bleibt beim ZDF: Nachrichtenmann Claus KleberBleibt beim ZDF: Nachrichtenmann Claus Kleber Claus Kleber, Chefmoderator und Leiter des "heute-journal", bleibt beim ZDF und wird nicht Chefredakteur des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel". Das teilte der öffentlich-rechtliche Sender am Mittwoch mit. In der vergangenen Woche war bekanntgeworden, dass das Magazin sich Kleber als neuen Chefredakteur wünscht. Der Vertrag mit dem amtierenden Chef Stefan Aust wurde nicht über das Jahresende 2008 hinaus verlängert. Seitdem hatte sich das ZDF darum bemüht, den Anchorman seines Nachrichtenflaggschiffs zu halten.

Foto-Serie Claus Kleber
Zeitschrift "Emma" Alice Schwarzer gibt Chefposten ab


"Das Fernsehen ist mein Medium"
"Claus Kleber ist der Spitzenmann des deutschen TV-Journalismus", sagte ZDF-Intendant Markus Schächter. "Ich freue mich sehr, dass er bei uns bleibt." Kleber selbst sagte nach Angaben des ZDF, das Angebot des "Spiegel" sei eine große Ehre: "Ich traue mir die Aufgabe zu und habe meine Entscheidung gründlich abgewogen. Am Ende steht die Überzeugung: Das Fernsehen ist mein Medium."

Vom Radio-Reporter zum Anchorman
Kleber war in jungen Jahren für den "Kölner Stadt-Anzeiger" als Reporter im Einsatz. Nach seiner Jura-Promotion ging der gebürtige Reutlinger zunächst zum Südwestfunk und wurde Hörfunkjournalist. 1986 ging er ins Studio Washington, 1989 wurde er Chefredakteur des RIAS Berlin. Anfang der 90er Jahre zog es ihn wieder nach Washington zurück, diesmal als TV-Korrespondent. Nach einer kurzen Stippvisite im Londoner ARD-Büro wechselte Kleber 2003 als Anchorman des "heute-journals" zum ZDF.

Erben waren gegen Kleber
Jakob Augstein, der Sohn des 2002 verstorbenen Gründers des "Spiegel", hatte in einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" gesagt, der "Spiegel" brauche keinen Moderator, sondern einen Chef. Die Erben Rudolf Augsteins halten 24 Prozent am Spiegel-Verlag. Weitere Anteilseigner sind die Mitarbeiter KG mit 50,5 Prozent und der zum Bertelsmann-Konzern gehörende Verlag Gruner + Jahr mit 25,5 Prozent.

"Eine frische, neue Kraft"
Mitte November hatten die Gesellschafter des "Spiegel" auf Initiative der Mitarbeiter KG einvernehmlich beschlossen, den Vertrag von Chefredakteur Aust nicht zu verlängern. "Wir sind der Meinung, dass der 'Spiegel' einen Modernisierungsschub braucht", sagte der Geschäftsführer der Mitarbeiter KG, Armin Mahler, damals. "Wir wollen mehr junge Leute an das Blatt binden. Dazu braucht es eine frische, neue Kraft."

Neue Chance für Stellvertreter?
Als Stellvertreter des neuen Chefredakteurs waren bisher Matthias Müller von Blumencron, Chefredakteur von "Spiegel Online", und der bisherige Vize des Magazins, Martin Doerry, im Gespräch.

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