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Richter erhängt sich im Gericht

Selbstmord in Nürnberg  

Richter erhängt sich im Gericht

02.03.2010, 09:02 Uhr | dpa, dpa

Vermutlich aus Angst vor dem frühzeitigen Ende seiner Karriere hat sich ein Richter im Nürnberger Justizgebäude das Leben genommen. Der 47 Jahre alte Jurist habe sich in der Nacht zum Montag im Treppenhaus des Justizkomplexes mit einem Abschleppseil an einem schmiedeeisernen Gitter erhängt.

Das teilte der Präsident des Oberlandesgerichts, Stefan Franke, mit. Ein Mitarbeiter des Wachdienstes entdeckte die Leiche noch in der Nacht in einem Nebentreppenhaus des Gebäudes.

Soll an Depressionen gelitten haben

Ein Abschiedsbrief hinterließ der Jurist nicht - zumindest wurde bislang keiner gefunden. Auf dem Schreibtisch in seinem Büro fand sich lediglich der Hinweis, dass er um eine Feuerbestattung bitte. Der Mann, der seit 1992 im bayerischen Justizdienst beschäftigt war, litt Gerüchten zufolge schon länger unter Depressionen.

Dienstfähigkeit auf der Kippe

Um seine weitere Dienstfähigkeit zu überprüfen, sollen die Vorgesetzen des Selbstmörders schließlich eine amtsärztliche Untersuchung veranlasst haben, die demnächst anstand. Möglicherweise fürchtete der 47-Jährige das unfreiwillige Ende seiner knapp 20-jährigen Justizkarriere - und dadurch als Alleinstehender auch seinen letzten Lebensinhalt zu verlieren, hieß es in Nürnberger Justizkreisen.

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