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Cheney: Angst vor Anschlag auf Herzschrittmacher

Fernsteuerung abgeschaltet  

Cheney hatte Angst vor Anschlag auf Herzschrittmacher

19.10.2013, 12:36 Uhr | AP, AFP

Cheney: Angst vor Anschlag auf Herzschrittmacher. Der frühere US-Vizepräsident Dick Cheney (Quelle: AP/dpa)

Der frühere US-Vizepräsident Dick Cheney (Quelle: AP/dpa)

Der frühere US-Vizepräsident Dick Cheney hatte Angst vor einer tödlichen Manipulation seines Herzschrittmachers. Das verriet der 72-Jährige in einem Interview des Fernsehsenders CBS.

Cheney ist schwer herzkrank, seinen ersten von fünf Infarkten hatte er mit 37 Jahren, vergangenes Jahr musste er sich einer Herztransplantation unterziehen.

Als er im Jahr 2007 einen neuen Herzschrittmacher erhalten habe, habe sein Kardiologe die Fernsteuerungsfunktion deaktiviert - damit Terroristen nicht versuchen konnten, Cheney auf diesem Weg einen tödlichen Herzinfarkt zuzufügen.

"Ich fand das glaubwürdig"

"Ich war mir der Gefahr bewusst, das war real", sagte er. Jahre später habe er in der Serie "Homeland" gesehen, wie genau so ein Mensch umgebracht wurde. "Ich fand das glaubwürdig", sagte Cheney.

Zusammen mit seinem Kardiologen Jonathan Reiner hat Cheney ein Buch geschrieben, das den Titel "Heart: An American Medical Odyssey" (deutsch: "Herz: Eine amerikanische Medizinodyssee") hat.

Große Sorgen nach Terroranschlägen

In dem CBS-Interview erklärte Reiner, er habe sich große Sorgen gemacht, dass der Vizepräsident die Belastung der Terroranschläge vom 11. September nicht überleben werde. Eine Blutuntersuchung am Morgen vor den Angriffen hatte kritische Blutwerte ergeben.

Als Reiner dann die Bilder im Fernsehen sah, habe er sich gedacht: "Na super, heute Abend wird der Vizepräsident an Hyperkaliämie, einer lebensgefährlichen Elektrolytstörung im Blut, sterben."

Cheney war acht Jahre lang Stellvertreter von Präsident George W. Bush. Der konservative Politiker galt als extrem einflussreich und als treibende Kraft bei dem umstrittenen US-Einmarsch in den Irak im März 2003. Kritiker werfen ihm zudem vor, umstrittene Praktiken wie die Folterung von Gefangenen erlaubt zu haben.

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