Sie sind hier: Home > Panorama > Menschen >

Ariel Scharon in Lebensgefahr: Nur noch ein Wunder kann ihn retten

Ärzte in Israel  

Nur noch ein Wunder kann Scharon retten

06.01.2014, 17:24 Uhr | dpa, AFP, AP

Ariel Scharon in Lebensgefahr: Nur noch ein Wunder kann ihn retten. Ariel Scharon, Israels einstiger starker Mann (Quelle: dpa)

Als General und Politiker verehrt und gefürchtet: Ariel Scharon (Quelle: dpa)

Die Prognosen sind düster, seine Ärzte sind sich sicher: Nur noch ein Wunder kann den im Koma liegenden früheren israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon retten.

"Wenn es keine Änderung auf dem Level eines Wunders gibt, wird sich sein Zustand Tag für Tag verschlechtern", sagte der Direktor der Klinik Tel Haschomer bei Tel Aviv, Zeev Rotstein. Der 85-Jährige schwebt nach wie vor in Lebensgefahr. Die Ärzte hätten versucht, einige seiner Körperfunktionen zu stabilisieren - dennoch seien einige lebenswichtige Organe weiterhin außer Funktion - unter anderem auch seine Nieren.

Zuletzt hatte sich der Klinik-Chef noch deutlich zuversichtlicher geäußert: "Arik (Scharons Spitzname, Anm. d. Red.) ist ein robuster Mann", hatte Rotstein vor wenigen Tagen gesagt. "Er hat schon schlimme Zustände überlebt."

Kriegsheld oder Kriegsverbrecher?

Der einstige starke Mann Israels - er war General und Politiker - hatte im Januar 2006 einen Schlaganfall erlitten und liegt seitdem im Wachkoma. Er wird in Israels größtem Krankenhaus behandelt. Zum Jahreswechsel hatte sich sein Zustand deutlich verschlechtert. Er kann nicht schlucken und wird deshalb künstlich ernährt.

Scharon blieb, so lange er politisch aktiv war, umstritten. Bevor er 2001 für fünf Jahre Israels Ministerpräsident wurde, war er schon als Parteichef und Minister verschiedener Ressorts sehr einflussreich gewesen. In Israel als Kriegsheld verehrt, von Palästinensern als Kriegsverbrecher kritisiert, hatte er 2005 den einseitigen Rückzug aus dem Gazastreifen durchgesetzt. Nach Streit mit den alten Weggefährten verließ Scharon den 1973 von ihm mitbegründeten rechtsorientierten Likud-Block und gründete im November 2005 die Partei der Mitte, Kadima.

Zu diesem Beitrag können keine Kommentare abgegeben werden.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Highspeed mit Hightech: mit MagentaZuhause surfen!
hier MagentaZuhause M sichern
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal