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Gauck entzieht Altbundespräsidenten Walter Scheel den Dienstwagen

Nutzung durch die Ehefrau  

Gauck entzieht Scheel den Dienstwagen

01.07.2014, 10:14 Uhr | t-online.de

Gauck entzieht Altbundespräsidenten Walter Scheel den Dienstwagen. Altbundespräsident Walter Scheel mit seiner dritten Frau Barbara (Quelle: dpa)

Altbundespräsident Walter Scheel mit seiner dritten Frau Barbara (Quelle: dpa)

Das Amt von Bundespräsident Joachim Gauck in Berlin hat dessen Vorgänger, dem Altbundespräsidenten Walter Scheel, den Dienstwagen entzogen. Das berichtet der "Spiegel". Der Leasingvertrag für den VW Phaeton werde aufgelöst, bestätigte das Bundespräsidialamt gegenüber dem Nachrichtenmagazin.

Der Wagen war zuletzt überwiegend von Scheels Ehefrau Barbara (75) genutzt worden, da der 94-Jährige, der von 1974 bis 1979 Staatsoberhaupt war, seit zwei Jahren wegen Demenz in einem Pflegeheim betreut wird. "Die Ehefrau von Bundespräsident a. D. Walter Scheel darf das Fahrzeug ohne ihn nicht nutzen", heißt es im Präsidialamt. Barbara Scheel selbst sah das bislang anders.

Auch das Büro Scheels wird laut "Spiegel" aufgelöst. Ein Mitarbeiter des FDP-Politikers Scheel werde die deutlich reduzierten Aufgaben künftig von der Hauptstadt aus wahrnehmen, sagte ein Sprecher des Bundespräsidialamtes. Er arbeitet künftig im Präsidialamt in Berlin. Damit soll nach Informationen des "Spiegel" auch verhindert werden, dass Barbara Scheel weiterhin Zugriff auf das Büro hat.

Gegen die Ehefrau des Altbundespräsidenten waren zuletzt Vorwürfe lautgeworden. Der Träger des Pflegeheims im badischen Bad Krozingen, in dem Scheel betreut wird, hatte sich hilfesuchend an das Bundespräsidialamt gewandt. Grund sollen Meinungsverschiedenheiten zwischen der Heimleitung und Scheels Ehefrau um fachgerechte Pflege gewesen sein.

Auch in der FDP rumort es, Freunde des Altpräsidenten wollen ihr Auftreten nicht mehr hinnehmen. "Das Lebenswerk Walter Scheels wird durch diese Skandalgeschichten überlagert", fürchtet der frühere Bundestagsabgeordnete Manfred Vohrer. Barbara Scheel hatte zum Beispiel Ex-FDP-Chef Phillip Rösler als "Rache des Vietcong an der deutschen Innenpolitik" beschimpft und über "schwarze Afrikaner" in deutschen Pflegeheimen gelästert.

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