Sie sind hier: Home > Panorama > Menschen >

Flughafen Istanbul: Flüchtling sitzt seit einem Jahr fest

Seit einem Jahr  

Flüchtling sitzt an Flughafen fest

17.03.2016, 09:52 Uhr | AFP

Flughafen Istanbul: Flüchtling sitzt seit einem Jahr fest. International Airport in Istanbul. (Quelle: Reuters)

International Airport in Istanbul. (Quelle: Reuters)

Fast wie im Film "Terminal": Ein syrischer Flüchtling, dem die türkischen Behörden die Einreise verweigern, sitzt seit einem Jahr am internationalen Flughafen Istanbul fest.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty international sprach von "willkürlicher Inhaftierung" und forderte die türkische Regierung auf, Fadi Mansur "vorübergehend Schutz" zu gewähren und einreisen zu lassen.

Amnesty zufolge floh Mansur 2012 vor dem Krieg in Syrien in den Libanon, bevor er sich in der Türkei niederließ. Im vergangenen Jahr wurde ihm die Einreise nach Malaysia verwehrt. Bei seiner Rückkehr nach Istanbul am 15. März 2015 strandete er am Atatürk-Flughafen in einem "problematischen Passagieren" vorbehaltenen Raum.

"Grausam und unmenschlich"

Im vergangenen November konnte Mansur den fensterlosen und ständig beleuchteten Raum kurzfristig verlassen, um nach Libanon zu reisen. Doch auch dort wurde ihm die Einreise verweigert und er kehrte wieder nach Istanbul zurück.

In einem Video der Menschenrechtsorganisation spricht der Mittzwanziger von einer "grausamen, unmenschlichen und erniedrigenden" Behandlung.

Und täglich einen Hamburger

Er träume davon, einmal wieder ohne Licht schlafen zu können. Am Mittwoch veröffentlichte der syrische Gefangene über den Kurzbotschaftendienst Twitter ein Foto mit einem Hamburger und der Bildunterzeile: "Teilen Sie meine tägliche Mahlzeit mit mir."

Mansurs Fall erinnert an den des Iraners Merhan Karimi Nasseri, von dem sich Steven Spielberg zu seinem Film "Terminal" aus dem Jahr 2004 inspirieren ließ. Der Mann, der keine ordentlichen Ausweispapiere hatte, saß 18 Jahre lang im Terminal 1 des Pariser Flughafen Charles de Gaulle fest. 2007 soll Nasseri angeblich in ein Pariser Obdachlosenheim gezogen sein.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Perfekt modischer Auftritt bei jedem Geschäftstermin
zum klassisch-coolen Blazer
Anzeige
Ihr Geschenk: Amazon Echo Show 5™
smart abstauben: bei kobold.vorwerk.de
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal