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Recep Tayyip Erdogan doch nicht bei Trauerfeier für Muhammad Ali

Streit um Ablauf der Zeremonie  

Erdogan verlässt Trauerfeier für Muhammad Ali

10.06.2016, 22:13 Uhr | AFP, AP

Recep Tayyip Erdogan doch nicht bei Trauerfeier für Muhammad Ali. Der türkische Präsident Erdogan (r.) hat die USA bereits wieder verlassen. Er war mit dem sunnitischen Geistlichen Mehmet Gomez (l.) dort. (Quelle: Reuters)

Der türkische Präsident Erdogan (r.) hat die USA bereits wieder verlassen. Er war mit dem sunnitischen Geistlichen Mehmet Gomez (l.) dort. (Quelle: Reuters)

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat sich kurzfristig gegen eine Teilnahme an der Trauerfeier für Boxlegende Muhammad Ali in Louisville im US-Staat Kentucky entschieden. Erdogan sei bereits wieder Richtung Türkei abgereist, teilte das Präsidialamt in Ankara mit.

Auslöser für die Abreise waren offenbar Differenzen mit den US-Organisatoren der Feierlichkeiten. Erdogan wollte nach Informationen der Nachrichtenagentur Dogan bei der Trauerfeier ein Stück des mit Koran-Versen verzierten Stoffes aus der großen Moschee in Mekka auf Alis Sarg legen.

Sehr gekränkt

Der türkische Präsident sei sehr gekränkt, weil ihm dies nicht gestattet worden sei, berichtete die Zeitung "Hürriyet" unter Berufung auf Mitarbeiter Erdogans. Darüber hinaus wollten Erdogan und der sunnitische Geistliche Mehmet Gomez bei der Zeremonie Koran-Verse vortragen, was ihnen laut Dogan ebenfalls nicht erlaubt worden sei.

"Hürriyet" und Dogan berichteten, es habe während Erdogans Aufenthalt in Louisville auch Auseinandersetzungen zwischen Leibwächtern Erdogans und Vertretern des US-Geheimdienstes gegeben.

Box-Legende in islamischer Welt verehrt

Muhammad Ali wird in der islamischen Welt verehrt, weil er 1964 zum Islam konvertierte und sich Zeit seines Lebens für einen toleranten und friedfertigen Islam einsetzte. Erdogan sagte während seines Aufenthalts in Louisville, der Boxer sei "von Sieg zu Sieg" geeilt und sei "eine Stimme der Unterdrückten und Opfer" geworden.

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