Sie sind hier: Home > Panorama > Menschen >

Mann ohne Gliedmaßen erklimmt Matterhorn

Erstmals gelungen  

Mann ohne Hände und Füße erklimmt Matterhorn

09.08.2016, 19:24 Uhr | AFP

Mann ohne Gliedmaßen erklimmt Matterhorn. Jamie Andrew (rechts im Bild) auf dem Matterhorn. (Quelle: AP/dpa)

Jamie Andrew (rechts im Bild) auf dem Matterhorn. (Quelle: AP/dpa)

Er hat keine Hände und keine Füße - und trotzdem den Gipfel des Matterhorns erreicht. Ein 47-jähriger Schotte könnte der erste Mensch sein, dem das gelungen ist.

Er könne zwar nicht beweisen, dass er der Erste sei, sagte Jamie Andrew. "Aber ich bin es ganz sicher." Andrew, dem nach einem Unfall beide Unterschenkel und beide Unterarme amputiert werden mussten, war Anfang August zu dem Gipfel aufgestiegen.

Gemeinsam mit seinen zwei Begleitern benötigte er sechs Stunden, um zum Gipfel des 4478 Meter hohen Schweizer Wahrzeichens zu gelangen, und sechseinhalb Stunden für den Abstieg. Das ist fünf Stunden länger als die Durchschnittszeit für diese Tour.

"Das ist fantastisch", sagte Andrew. "Es geht nicht darum, Rekorde zu brechen. Es geht darum zu beweisen, dass man Großartiges erreichen kann, wenn man das Beste aus dem macht, was man hat, wenn man an sich glaubt und wenn man einen Schritt nach dem anderen geht."

Schwerer Unfall und ein toter Partner

Andrew hatte vor 17 Jahren einen schweren Schicksalsschlag erlitten. Nach einem Kletterunfall in den französischen Alpen mussten ihm alle Gliedmaßen amputiert werden, zudem starb sein Kletterpartner Jamie Fisher bei dem Unglück. Doch bereits kurz darauf kündigte Andrew an, wieder klettern zu wollen. Er habe aber erst einmal nicht davon geträumt, auf das Matterhorn zu steigen, sagte Andrew. "Mein erstes Ziel war es, in den schottischen Hügeln zu wandern."

Der verheiratete Vater dreier Kinder bestieg dann 2004 den knapp 5900 Meter hohen Kilimanjaro in Afrika und trainierte auf mehreren Alpengipfeln. In den vergangenen fünf Jahren bereitete er sich gezielt auf das Matterhorn vor. 2014 kam er beinahe am Gipfel an, musste aber 250 Meter vor dem Ziel aufgeben.

Er spüre nun eine "Erleichterung", es geschafft zu haben. "Das Matterhorn ist definitiv das Schwierigste, was ich getan habe." Seine nächste Herausforderung habe er sich noch nicht gesucht, sagte Andrew. Er wolle zunächst eine Pause einlegen. "Aber es wird ganz sicher eine neue Herausforderung geben."

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal