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Raubtiere nach Selbstmord frei -Zanesville in Panik

Raubtier-Flut versetzt Kleinstadt in Panik

20.10.2011, 11:21 Uhr | dpa

 Raubtiere nach Selbstmord frei -Zanesville in Panik. Wildtier-Drama in US-Stadt: Etliche Leichen der gerade getöteten Zootiere liegen auf dem Anwesen von Terry Thompson (Quelle: AP/dpa)

Wildtier-Drama in US-Stadt: Etliche Leichen der gerade getöteten Zootiere liegen auf dem Anwesen von Terry Thompson (Quelle: AP/dpa)

"Als wäre die Arche Noah gestrandet", beschreibt ein Zeuge die obskure Szenerie in einer Kleinstadt in den USA. Und als hätte sie dann selbst eine Art Sintflut in Gang gesetzt: Mehr als 50 exotische, teils gefährliche Tiere streunten plötzlich im Freien umher. Freigelassen von einem Zoobesitzer, der sich anschließend das Leben nimmt.

Die frei herumlaufenden Wildtiere - darunter Bären, Tiger und Löwen - versetzten die Einwohner von Zanesville im Bundesstaat Ohio in Angst und Schrecken. Die lokale Polizei sprach von einem "Ausnahmezustand", nachdem am späten Mittwochabend auch Orang-Utans, Kamele und Geparde aus einem Privatzoo durch die Straßen der Stadt streunten.

Öffentliche Gebäude blieben geschlossen, die Menschen blieben aus Furcht vor Angriffen in ihren Häusern. Dutzende mit Gewehren bewaffnete Polizisten sperrten für ihre Jagd zahlreiche Straßen und machten sich noch in der Nacht mithilfe von Zoomitarbeitern auf die Suche nach den "ausgewachsenen, großen und sehr aggressiven" Tieren, wie es Sheriff Matt Lutz auf einer Pressekonferenz formulierte.

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Zwei Tiere entkamen dem Massaker

Der Mann, der die Tiere nach Erkenntnissen der Polizei von seinem privaten Anwesen losgelassen hatte, heißt Terry Thompson und war Besitzer eines privaten Zoos in Columbus, der Hauptstadt von Ohio. Er brachte sich danach um - warum, das ist noch unklar.

Zoobesitzer Thompson habe insgesamt 56 Tiere gehalten, darunter 18 Tiger, 17 Löwen und acht Bären. 48 Tiere seien inzwischen erlegt worden und sechs in einen anderen Zoo gebracht worden. Nur ein Affe und ein Wolf konnten entkommen und sind bislang verschwunden.

Aus nächster Nähe geschossen

Polizei-Sheriff Lutz sprach von einer "furchterregenden Szene", als seine Beamten abends bei dem privaten, 40 Hektar großen Reservat eintrafen und die Tiere wild im Dunkeln herumlaufen sahen - darunter auch ein 150 Kilo schwerer Tiger. Teilweise hätten die Polizisten aus nächster Nähe schießen müssen.

Aus der Bevölkerung der 25.000-Einwohner-Stadt Zanesville waren in den vergangenen Jahren immer wieder Beschwerden gegen Terry Thompson und dessen Tiersammlung laut geworden, berichtet die örtliche Zeitung "Zanesville Times Recorder". Erst im Oktober 2010 sei er nach einer einjährigen Haftstrafe, unter anderem wegen Tierquälerei, aus dem Gefängnis entlassen worden.

PETA kritisiert private Wildtier-Haltung

Auch die Tierschutzorganisation PETA hatte bereits beim US-amerikanischen Landwirtschaftsministerium in Washington über die illegalen Aktivitäten des Zoobesitzers geklagt. "Das Erschießen dutzender exotischer Tiere in Zanesville ist ein tragisches Beispiel, wie falsch Dinge laufen können, wenn Menschen erlaubt wird, wilde Tiere zu halten", teilte Peta mit.

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