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Justiz sucht nach Wolfsmörder aus dem Westerwald

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Justiz sucht nach Wolfsmörder aus dem Westerwald

24.04.2012, 15:54 Uhr | dpa, dapd

Justiz sucht nach Wolfsmörder aus dem Westerwald. Der tote Wolf vom Westerwald: Nach dem Abschuss ließ der Schütze das Tier einfach liegen (Quelle: dapd)

Der tote Wolf vom Westerwald: Nach dem Abschuss ließ der Schütze das Tier einfach liegen (Quelle: dapd)

Der im Westerwald erschossene Wolf beschäftigt nun auch die Justiz. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) erstattete bei der Staatsanwaltschaft Koblenz Anzeige gegen Unbekannt. "Die Tötung des Wolfes ist eine hinterhältige Tat", sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Inzwischen wurden auf die Ergreifung des Täters 5000 Euro Belohnung ausgesetzt.

Ein Tiernahrungsmittelhersteller aus dem rheinland-pfälzischen Langenhahn teilte mit, die vom Landesjagdverband ausgesetzte Belohnung für Hinweise von 1000 auf 5000 Euro zu erhöhen. "Diese abscheuliche Tat macht uns alle betroffen und traurig", sagte der Geschäftsführer Markus Olberts. Durch die Anhebung des Geldbetrages will Olberts Mitwisser dazu animieren "auszupacken".

Naturschutzreferent Olaf Strub vom NABU Rheinland-Pfalz sagte, Wölfe seien eine streng geschützte Tierart. Insofern drohe dem Täter eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren.

Spaziergänger hatten den Kadaver des Wolfs am Samstag nahe Hartenfels im Westerwaldkreis gefunden. Laut Polizei wurde das Tier mit einer großkalibrigen Waffe erschossen. Die Suche nach dem Schützen läuft nach Angaben der Polizei in Montabaur auf Hochtouren.

"Zu 99 Prozent ein Wolf"

Mittlerweile ist der Tierkörper im Landesuntersuchungsamt in Koblenz eingetroffen. Ein Gentest soll bestätigen, dass es sich um einen Wolf handelt. "Wir gehen zu 99 Prozent davon aus, dass es sich bei dem toten Tier um den Wolf handelt", sagte ein Sprecher des Landesjagdverbands Rheinland-Pfalz.

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