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Zweite Giraffe "Marius" darf weiterleben

Zoo bestreitet Tötungsplan  

Zweite Giraffe "Marius" darf weiterleben

14.02.2014, 17:13 Uhr | dpa , t-online.de

Zweite Giraffe "Marius" darf weiterleben. Die öffentliche Obduktion des Kopenhagener Marius' sorgt nach wie vor für scharfe Kritik (Quelle: dpa)

Die öffentliche Obduktion des Kopenhagener Marius' sorgt nach wie vor für scharfe Kritik (Quelle: dpa)

Nach Protesten um die Schlachtung des Giraffenjungen Marius im Kopenhagener Zoo hat ein anderer dänischer Tierpark Berichte dementiert, ebenfalls eine Giraffe töten zu wollen.

Dabei geht es um ein siebenjähriges Tier, das zufällig auch Marius heißt. "Es gibt keinen solchen Plan, es hat ihn auch nie gegeben", teilte der Jyllands Park Zoo bei Videbæk in Jütland mit.

Entsprechende Medienberichte seien von der Möglichkeit ausgegangen, der Zoo könne im Rahmen eines Zuchtprogramms ein Weibchen bekommen, sagte der Zoologe Jesper M¢hring-Jensen.

Eine Pflegerin hatte in diesem Zusammenhang erklärt, dass dann Marius als älterer der beiden Giraffenbullen verlegt werden müsse, um einen Kampf um das Weibchen zu vermeiden. Sollte eine Verlegung nicht möglich sein, käme auch eine Tötung in Betracht.

Artisten zeigen Interesse

Der Zoo stellte nun aber klar, dass er in absehbarer Zeit kein Weibchen erhalten werde und sich die Frage deshalb gar nicht stelle. Zunächst würde der Tierpark in einem solchen Fall ohnehin versuchen, die Giraffe in einem anderen Zoo unterzubringen, betonte M¢hring-Jensen.

Interessenten gäbe es bei einer Verlegung schon: Die berühmten Artisten Sapaschny vom Moskauer Staatszirkus boten an, das Tier auf eigene Kosten nach Russland bringen lassen. Die Giraffe solle dann aber nicht im Zirkus auftreten.

Vielmehr hätten mehrere russische Zoos ihr Interesse an dem Tier bekundet, sagten die für ihre Pferdenummern bekannten Brüder Edgard und Askold Sapaschny der Agentur Ria Nowosti. Sie rechnen in einem solchen Fall mit Kosten von rund 90.000 Euro.

"Das ist keine allzu große Summe"

"Mir scheint, das ist keine allzu große Summe, um ein unschuldiges Tier zu retten", sagte Zirkusdirektor Edgard Sapaschny. Auch das frühere Kriegsgebiet Tschetschenien bot sich als Giraffen-Exil an. Dem tschetschenischen Herrscher Ramsan Kadyrow, der Löwen und Tiger in seinem Privatzoo hält, werfen Kritiker schwerste Menschenrechtsverletzungen vor.

Die Kopenhagener Giraffe Marius war am Sonntag betäubt und erschossen worden, weil im Giraffengehege kein Platz für ihn war. In einen anderen Tierpark konnte er nicht umziehen, weil die Gefahr der Inzucht dem Zoo zufolge zu groß gewesen wäre. Teile der Giraffe wurden an die Löwen verfüttert.

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