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Elch in Sachsen-Anhalt gesichtet

"Er stand plötzlich auf der Straße"  

Elch in Sachsen-Anhalt gesichtet

12.07.2016, 15:05 Uhr | dpa

Elch in Sachsen-Anhalt gesichtet. Im Landkreis Wittenberg wurde ein junger Elch gesichtet. (Quelle: dpa)

Im Landkreis Wittenberg wurde ein junger Elch gesichtet. (Quelle: dpa)

Überraschung für einen 39-Jährigen bei Wittenberg (Sachsen-Anhalt): Plötzlich stand ein Elch vor ihm. Die Behörden sehen keinen Handlungsbedarf.

Immer wieder wandern einzelne Elche nach Deutschland ein. Nun ist in Sachsen-Anhalt ein Tier unterwegs. Ein junges Weibchen sei es wohl, sagt ein Jäger. Man werde den Elch in Ruhe ziehen lassen, heißt es von der Jagdbehörde.

Der wildlebende Elch ist südlich von Wittenberg gesichtet worden. Beobachtet und gefilmt hat ihn der 39-jährige Marcel Burdack bereits am Wochenende. "Er stand plötzlich auf der Straße, ist dann aber ganz ruhig auf ein Feld gelaufen", sagte Burdack. Mit dem Handy machte er Aufnahmen von dem Tier.

"Eine Gefahr geht von Elchen nicht aus"

"Wir lassen ihn in Ruhe durchziehen", erklärte Nadine Frank, Mitarbeiterin der Jagdbehörde im Landkreis Wittenberg. Behördlich werde nichts unternommen. Karl Berthold von der Kreisjägerschaft sagte, es könne sich um ein junges weibliches Tier handeln, das wahrscheinlich aus Polen eingewandert sei.

"Eine Gefahr geht von Elchen nicht aus." Die Tiere können bis zu 800 Kilogramm schwer werden und eine Schulterhöhe von gut zwei Metern erreichen. Sie leben vor allem in Kanada, den nordwestlichen USA, Sibirien und Skandinavien.

Erinnerungen an den "Büroelch"

In den vergangenen Jahren tauchten immer wieder einzelne Elche in Deutschland auf, oft aus Polen oder Tschechien kommend. Im August 2014 verirrte sich ein Elch in ein Bürohaus in Dresden. Er wurde mit einem Sender ausgestattet. Derzeit befinde sich der "Büroelch" in Polen, erklärte der Biologe Michael Striese von der Gesellschaft für Naturschutz und landschaftsökologische Forschung Lutra in Boxberg.

Ein "Knutschi" genannter Elch schaffte es 2009 bis nach Hessen, wo er wochenlang durch die Wälder wanderte.

Osten wird zum Einwanderungsgebiet

Die Umweltschutzorganisation WWF fordert für die Tiere ein professionelles Wildtiermanagement. Besonders der Osten Deutschlands sei inzwischen Elch-Einwanderungsgebiet. Bislang gebe es aber nur in Brandenburg behördliche Pläne für den Umgang mit den Tieren.

Diese seien wichtig für Landwirte und Jäger. "Für die meisten Deutschen ist der Elch eine relativ unbekannte Tierart. Daher muss man die Bevölkerung informieren und mitnehmen", erklärte Moritz Klose, Referent für Wildtiere beim WWF.

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