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Berlin: Eisbärenbaby wahrscheinlich gestorben

Drama im Tierpark Berlin  

Eisbärenbaby wahrscheinlich gestorben

10.11.2016, 16:23 Uhr | dpa, t-online.de

Berlin: Eisbärenbaby wahrscheinlich gestorben. Auf den Überwachungsaufnahmen ist Eisbärenmutter Tonja nur noch mit einem Jungtier zu sehen. (Quelle: dpa)

Auf den Überwachungsaufnahmen ist Eisbärenmutter Tonja nur noch mit einem Jungtier zu sehen. (Quelle: dpa)

Im Berliner Tierpark ist möglicherweise eines der beiden Eisbärenbabys gestorben. "Seit Dienstag scheint nur noch ein Jungtier auf dem Monitor der Wurfbox zu sehen zu sein. Allerdings war sich das Tierpfleger-Team sicher, beide Jungtiere nach wie vor zu hören", teilte eine Sprecherin in Berlin mit. 

Es sei aber sehr wahrscheinlich, dass nur noch ein Eisbärenbaby lebe.

Die Sterblichkeit bei Jungtieren ist in den ersten 10 bis 14 Tagen besonders hoch - sie liegt bei 50 Prozent. Eisbärin Tonja hatte die Zwillinge am vergangenen Donnerstag zur Welt gebracht.

Rasantes Wachstum

Die beiden Eisbär-Babys waren binnen einer Woche bereits ungefähr auf die Größe einer Ratte angewachsen. Etwa 30 bis 35 Zentimeter maßen sie, wie Säugetier-Kurator Florian Sicks sagte. Kein Wunder, dass die Kleinen so schnell wuchsen: Tonjas Milch ist mit rund 30 Prozent Fettgehalt extrem nahrhaft.

Bislang hat kein Tierpark-Mitarbeiter die Jungtiere unmittelbar gesehen, es existieren lediglich Kameraaufnahmen. Mutter Tonja und ihre Kleinen brauchen absolute Ruhe in ihrer Wurfbox.

Wasser laufe in eine Tränke, erläutert Sicks. Füttern und damit auch Ausmisten sind demnach nicht nötig, da Eisbärinnen dank großer Fettreserven über den Winter kommen.

Eisbär-Papa weiß von nichts

Tonja hatte kräftig zugelegt - auf bis zu 300 Kilogramm, bevor sie sich in die Wurfbox zurückzog und schließlich die nur etwa 700 Gramm leichten Jungen gebar.

Eisbär-Papa Wolodja sitzt allein in seinem Gehege und weiß von nichts. Auch die um ein vielfaches schwerere Mutter kann den Kleinen zur Gefahr werden, wenn sie gestört wird. Darauf weist der Tierpark von Beginn an hin und hat einen Wachschutz organisiert.

Sollte wirklich eines der Babys gestorben sein, ist für den Biologen Sicks klar, was passiert: "Dann würde Tonja es auffressen." Ein Eingreifen der Pfleger ist nicht denkbar, wie Sicks betont.

Wolodja müsste umgesiedelt werden

Auch der vier Jahre alte Wolodja fräße die Jungen, befände er sich im Frühjahr mit ihnen in einem Gehege, erklärt der Kurator. Sollten sie durchkommen, hieße es Abschied nehmen von Wolodja.

Man würde ihn wohl erst einmal in einen anderen Zoo geben, sagt Sicks. Selbst der Tod der beiden Jungtiere wäre zu verschmerzen. "Wenn es jetzt nicht klappt, dann eben nächstes Jahr."

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