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Jahrestag Mauerfall: Angela Merkel war in der Sauna, als die Mauer fiel

Merkel blickt zurück  

In der Sauna, als die Mauer fiel

13.11.2009, 09:48 Uhr | dapd

In der Sauna, als die Mauer fiel: Angela Merkel (Foto: dpa)In der Sauna, als die Mauer fiel: Angela Merkel (Foto: dpa) Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Tag des Mauerfalls als "glücklichsten Tag der jüngeren deutschen Geschichte" bezeichnet. "Dieser Tag hat das Leben vieler Menschen verändert - auch mein Leben", sagte die Kanzlerin in ihrem wöchentlichen Videopodcast. Merkel schilderte auch, wie sie persönlich den Abend des 9. November 1989 erlebt hatte.

"Als ich von der Arbeit aus der Akademie der Wissenschaften nach Hause kam, habe ich im Fernsehen (Günter) Schabowski gehört, der ankündigte, dass bald die Grenzen geöffnet würden. Mir war nicht ganz klar, was das genau bedeutet, ich habe allerdings sofort meine Mutter angerufen und ihr von dieser möglichen Nachricht erzählt", berichtete die Kanzlerin.

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Wie immer in der Sauna

"Danach bin ich - wie immer Donnerstags - in die Sauna gegangen und habe anschließend dann geschaut, was auf der Bornholmer Straße los war. Und dort war ersichtlich, dass bereits Tausende auf dem Weg waren, um über die Brücke in den Westteil der Stadt zu gehen. Ich habe mich diesem Zug von Menschen angeschlossen und habe mich mit vielen anderen gefreut: über diesen unglaublichen Tag."

Historischer Spaziergang geplant

Merkel wies darauf hin, dass sie zum 20. Jahrestag des Mauerfalls am Montag 200 ausgewählte Bürgerrechtler, Kirchenvertreter und Zeitzeugen eingeladen hat, diesen Weg mit ihr noch einmal zu gehen. Zu dem historischen Spaziergang werden auch der ehemalige sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow und der frühere polnische Solidarnosc-Führer Lech Walesa erwartet.

Empfang für Staatsgäste

Am frühen Montagabend ist dann ein Empfang für die Staatsgäste bei Bundespräsident Horst Köhler geplant. Zu ihnen zählen der französische Präsident Nicolas Sarkozy, der britische Ministerpräsident Gordon Brown, der russische Präsident Dimitri Medwedew und US-Außenministerin Hillary Clinton in Vertretung von Präsident Barack Obama.


Dank an die Alliierten

Danach beginnt die große Festveranstaltung am Brandenburger Tor. Dort werde "der glücklichen Stunden" des 9. November 1989 gedacht, sagte Merkel. Wenn Medwedew, Sarkozy, Brown und Clinton zu den Menschen am Brandenburger Tor sprächen, repräsentierten sie die ehemaligen Alliierten, die gemeinsam mit den beiden deutschen Staaten den Zwei-plus-Vier-Vertrag ausgehandelt und damit den Weg zur deutschen Einheit geebnet hätten.

"Es wird ein sehr bewegender Tag"

"Es wird ein sehr bewegender Tag für viele Menschen in Deutschland sein. Und es ist für uns besonders schön, dass wir diesen Tag gemeinsam mit unseren europäischen Nachbarn feiern können", sagte Merkel. Deutsche Einheit und europäische Einigung seien immer zwei Seiten einer Medaille gewesen. Das werde auch in Zukunft so bleiben. "Wir Deutschen werden unseren Nachbarn und den Alliierten nicht vergessen, dass der Weg zur Deutschen Einheit möglich wurde."


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