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Junge stirbt nach Impfung

Schweinegrippe  

Junge stirbt nach Impfung

17.11.2009, 08:58 Uhr | t-online.de , AFP , dpa , dapd

Ein Fläschchen mit dem Impfstoff Pandemrix (links) sowie dem dazugehörigen Wirkstoffverstärker des Pharmaherstellers GlaxoSmithKline (Foto: ddp) Im Zusammenhang mit der Schweinegrippe sind in Deutschland bislang mehr als 20 Menschen gestorben. In Niedersachsen starb am Montag eine 52 Jahre alte Frau an den Folgen der Krankheit. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung gab es derweil einen weiteren Todesfall im Anschluss an die Impfung: Ein 21 Monate alter Junge habe einen Tag nach der Immunisierung einen Lungeninfarkt erlitten. Wie das Blatt berichtet, sei der Junge aber schon vorher schwer krank gewesen.

Experten sehen deshalb auch keinen direkten Zusammenhang zwischen der Impfung und den Todesfällen. "Wenn nach der Impfung etwas geschieht, heißt es nicht, dass es zwangsläufig durch die Impfung geschieht", zitiert "Bild" die Sprecherin des Paul-Ehrlich-Instituts, Susanne Stöcker.

Vorerkrankungen wahrscheinlichere Todesursache

"Gerade bei schwer kranken Risikopatienten, denen die Impfung empfohlen wird, ist es möglich, dass sie an ihrer Vorerkrankung sterben und die Impfung damit nichts zu tun hat“, so die Sprecherin.

Kein Zusammenhang festgestellt

Auch bei den anderen in den letzten Tagen verstorbenen Personen hatten die Behörden keinen Zusammenhang zur Impfung festgestellt. "Ich gehe davon aus, dass es den nicht gibt", sagte Heinz Fracke vom Gesundheitsministerium Thüringen.

Drei Fälle in Thüringen

In Thüringen waren innerhalb weniger Tage drei Menschen nach der Impfung gestorben. In zwei Fällen wurde bereits ausgeschlossen, dass die Impfung damit in Verbindung steht. Im Fall eines 66-Järigen, der drei Tage nach der Impfung tot in seiner Wohnung gefunden wurde, soll die genaue Todesursache noch geklärt werden. Der Senior habe an einer chronischen Atemwegserkrankung gelitten, teilte das Gesundheitsministerium mit.

55-Jähriger erlag Herzinfarkt

Beim Tod eines 55 Jahre alten Mannes hatte das Ministerium am Montag die Impfung als Todesursache ausgeschlossen. Die Obduktion habe ergeben, dass der Mann einem Herzinfarkt erlegen sei, der vermutlich schon vor der Impfung begonnen habe. Der 55-Jährige war am Donnerstag etwa fünf Stunden nach der Impfung gestorben. In der vergangenen Woche war bereits eine 65 Jahre alte, herzkranke Frau wenige Stunden nach der Impfung einer tödlichen Herzattacke erlegen.

Ministerin ruft zur Impfung auf

Thüringens Gesundheitsministerin Heike Taubert rief die Bürger erneut auf, sich gegen die Schweinegrippe impfen zu lassen. Es sei aber wichtig, sich vorher mit dem Hausarzt über eventuelle Unverträglichkeiten oder Vorerkrankungen zu beraten, sagte Taubert.

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