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Schweinegrippe-Impfung: Todesfall in Wiesbaden

Todesfall in Wiesbaden  

Schweinegrippe-Impfung mit tödlichen Folgen

11.12.2009, 16:57 Uhr | dpa

Schweinegrippe: Für einen 73-jährigen Mann endete die Impfung tödlich (Foto: dpa)Für einen 73-jährigen Mann endete die Impfung tödlich (Foto: dpa) Ein 73 Jahre alter Wiesbadener ist nach einer Schweingrippe-Impfung mit dem gängigen Mittel Pandemrix am Guillain-Barré-Syndrom (GBS) erkrankt und am Donnerstag in einer Reha-Klinik der Region gestorben. Das berichtet die Mainzer "Allgemeine Zeitung".

GBS ist eine neurologische Erkrankung, die mit Lähmungserscheinungen einhergeht und nach Angaben des Paul-Ehrlich-Institutes in Langen in der Regel nicht tödlich ist. Die ausgefallene Krankheit zählt zu den seltenen, aber nicht ausgeschlossenen Nebenwirkungen der Schweinegrippe-Impfung, auf die das hessische Gesundheitsministerium in einem Aufklärungsblatt hinweist.

"Als Impfschaden dokumentiert"

Holger Meireis, Leiter des Wiesbadener Gesundheitsamtes, sagte, bei dem verstorbenen 73-Jährigen sei GBS “nachgewiesenermaßen als Folge der Impfung aufgetreten und als Impfschaden dokumentiert“. Es handele sich um den einzigen momentan belegten Fall in ganz Deutschland, bei dem GBS nach einer Schweinegrippe-Impfung diagnostiziert wurde. Die letztendliche Todesursache, die mit dem Syndrom nichts zu tun haben müsse, sei amtlich allerdings noch nicht festgestellt.

Spezieller Impfstoff für Schwangere

Unterdessen steht von nächster Woche an ein spezieller Impfstoff für Schwangere zur Verfügung. "Er wird ab Montag an die Apotheken verteilt", sagte Andreas Hoffmeier vom Thüringer Gesundheitsministerium. Die Gesundheitsminister-Konferenz wird derzeit von Thüringen geleitet. "Jedes Land entscheidet selbst über die Verteilung und wann es in der kommenden Woche mit der Impfung beginnt". Die Länder erhalten insgesamt 150.000 Dosen des Serums ohne umstrittenen Wirkungsverstärker.


Bislang 94 Todesfälle in Deutschland

Die Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts in Berlin hatte bis zum 8. Dezember 94 Menschen registriert, die an dem Virus gestorben sind.

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